Skandinavier trauern um verpasste Chance
Silber für Schweden nur schwacher Trost

Auch in der "goldenen Stadt" haben Kanadas nimmermüde Eishockey-Millionäre die zweite Palastrevolte der Schweden binnen zwei Jahren abgewehrt. Für den Trainer der Skandinavier, Hardy Nilsson ist die Silbermedaille nicht viel mehr als ein Symbol des erneuten Scheiterns.

HB PRAG. Die Kanadier machten dagegen ihren Ersatztrainer unverhofft zum Coach eines Rekordteams. Während der kurzfristig eingesprungene Mike Babcock nach dem 5:3-Erfolg am Sonntagabend stolz seine Goldmedaille trug, hatte sich sein Amtskollege in der Prager Sazka-Arena seiner Plakette schon wieder entledigt.

Wie vor einem Jahr in Helsinki genügte den Schweden ein Zwei-Tore-Vorsprung nicht zum achten WM-Titel und dem ersten Triumph unter Nilsson. "Wir sind nach 30 Minuten einfach müde geworden. Es ist schwer zu sagen, woran es lag. Die Kanadier waren im physischen Bereich stärker. Wir haben am Samstag im Halbfinale vier Stunden später gespielt, das macht manchmal viel aus", sagte Nilsson.

Der in Köln, Düsseldorf und München mit insgesamt fünf deutschen Meistertiteln dekorierte 56-Jährige tröstete sich damit, dass die Niederlage in Helsinki mit dem 2:3 in der Verlängerung noch unglücklicher war. "Letztes Jahr war ich der Auffassung, dass wir die bessere Mannschaft waren, diesmal war Kanada klar besser."

Das sah am Montag auch die Zeitung "Dagens Nyheter" so. "Aus Freude auf Gold wurde für Schweden schon wieder Trauer über Silber", kommentierte das Blatt. "Svenska Dagbladet" schrieb: "Schweden hatte den WM-Titel schon in der Hand. Aber genau wie letztes Jahr wurde eine klare Führung verschenkt. Da halfen auch die eingeflogenen Superstars Forsberg und Lidström nicht." Silber sei kein Grund zur Enttäuschung, meinte Nilsson: "Die Erwartungen waren nicht so hoch."

Seite 1:

Silber für Schweden nur schwacher Trost

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%