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Skateboard-WM in Dortmund: Akrobatik in der «Halfpipe»DPA-Datum: 2004-07-18 14:54:15

Dortmund (dpa) - Die Skateboards sind bis zu 80 Stundenkilometer schnell und schleudern mitsamt Fahrer zum Teil mehrere Meter über den Rand der «Halfpipe». Körperbeherrschung und Akrobatik waren am Wochenende beim 23. Monster Mastership in Dortmund zu sehen. Mehr als 25 000 Besucher waren zur offiziellen Skateboard-Weltmeisterschaft in die Westfalenhalle gekommen.

Dortmund (dpa) - Die Skateboards sind bis zu 80 Stundenkilometer schnell und schleudern mitsamt Fahrer zum Teil mehrere Meter über den Rand der «Halfpipe». Körperbeherrschung und Akrobatik waren am Wochenende beim 23. Monster Mastership in Dortmund zu sehen. Mehr als 25 000 Besucher waren zur offiziellen Skateboard-Weltmeisterschaft in die Westfalenhalle gekommen.

Die weltweit besten Fahrer, darunter viele Profi-Skater aus Übersee, traten, wie in den vergangenen Jahren, gegeneinander an: nicht nur in der «Halfpipe», der muldenförmigen Rampe, sondern auch in der Disziplin «Streetboarding». Dabei fahren die Skater über Hindernisse, die Geländern oder Treppen nachempfunden sind. Nicht nur während der Wettkämpfe waren die Fahrer auf den Bahnen. Wenn sie trainierten, zeigten sie ihre besten Sprünge und ernteten Szenenapplaus.

Neu in diesem Jahr war der «Gallaz Girls Contest» für Fahrerinnen. Immer mehr Frauen wagen sich in die spektakuläre Sportart. Am Anfang hat sich aber auch Rodi Münzel durchbeißen müssen. «Viele Jungs habe es vor ein paar Jahren noch nicht akzeptiert, wenn ein Mädchen Skateboard gefahren ist», sagt die 27-Jährige. Am Wochenende war sie eine der Fahrerinnen beim Mastership.

Zwölf Frauen waren unter den insgesamt 150 Teilnehmern aus 25 Ländern. Immer mehr scheinen das Skateboarding als Sport für sich zu entdecken. «Seit einigen Jahren trauen sich immer mehr Mädels, mit dem Sport anzufangen», sagt Münzel. Mittlerweile sei auch die Akzeptanz bei den männlichen Fahrern größer - als Gleiche sähen sie die Mädels aber immer noch nicht so ganz. «Heute sagen sie nicht mehr: "Hau ab, wir fahren hier", sondern: "Die fährt ja gar nicht schlecht - für ein Mädchen."»

Die Teilnehmer waren, wie auch in den vergangenen Jahren, zum Teil von weit her gekommen. Traditionell sind in Dortmund immer viele US- Amerikaner dabei. Auch brasilianische, dänische oder australische Fahrer waren in die Westfalenhalle gekommen, darunter Renton Millar aus Melbourne. Millar ist seit acht Jahren Skate-Profi. «Die Skateboard-Szene fängt an, über Amerika hinauszuwachsen», sagt er.

«Wer früher Profi werden wollte, ist aus Europa oder anderswo nach Kalifornien gefahren, ins Zentrum der Szene.» Auch heute gebe es die meisten Profis in den USA, «aber die steigende Zahl von Contests in Europa zeigt, dass der Rest der Welt aufholt». Dortmund sei dafür ein gutes Beispiel. «Nicht nur, dass immer viele Teilnehmer dabei sind, das Monster Mastership ist auch schön, weil es durch die vielen europäischen Fahrer so international ist.»

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