Skepsis für 2003
Chemiekonzern Wacker wieder in Gewinnzone

Nach der Rückkehr in die Gewinnzone ist der Chemie-Konzern Wacker für 2003 nur verhalten optimistisch gestimmt. "Wir müssen uns auf ein schwieriges Jahr einstellen", sagte Geschäftsführungs-Sprecher Peter-Alexander Wacker am Montagabend in München. Aus der Halbleiter-Industrie, einer der wichtigsten Abnehmer von Wacker-Produkten, gebe es noch keine eindeutigen Signale für einen spürbaren Aufschwung.

HB/dpa MÜNCHEN. Nach zwei Umsatzrückgängen in Folge wolle Wacker die Erlöse im kommenden Jahr aber um einen niedrigen einstelligen Prozentsatz steigern.

Die künftige Gesellschafterstruktur der Wacker-Chemie ist weiter offen. Die Familie Wacker hält 51 %, die restlichen Anteile liegen noch immer bei der Hoechst AG, die mittlerweile zu Aventis gehört. Ursprünglich wollte die Familie Wacker Anfang 2002 Alleinbesitzer werden. Das bereits vereinbarte Geschäft kam aber bisher nicht zu Stande. Peter-Alexander Wacker sagte zu der offenen Frage lediglich, das Unternehmen könne seine Investitionen aus dem laufenden Geschäft finanzieren und sei nicht auf eine Eigenkapital- Zufuhr angewiesen. Daher sei die Gesellschafter-Situation kein Thema.

Mit dem 2002 ist das Unternehmen angesichts der Flaute zufrieden. "Trotz der widrigen Umstände haben wir uns besser geschlagen als die meisten Wettbewerber." Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) sei dank des Sparkurses und niedrigerer Investitionen etwa zweieinhalbmal so hoch ausgefallen wie 2001 (47 Mio Euro). Auch unter dem Strich stünden nach derzeitigem Stand schwarze Zahlen. 2001 hatte der Konzern erstmals seit 50 Jahren einen Verlust hinnehmen müssen. Das Ergebnis sank um mehr als 300 Mill. ? auf minus 67 Mill. ?.

Der Umsatz gab nach Angaben Wackers in diesem Jahr um voraussichtlich fünf Prozent auf etwa 2,7 Mrd. ? nach. Wacker stellt beispielsweise Siliziumscheiben für die Halbleiter- Industrie und Chemikalien für die Auto-, Bau- und Textilindustrie her. Der Konzern beschäftigt rund 17 000 Mitarbeiter. Auch bei einer weiteren Flaute 2003 ist laut Wacker kein Stellenabbau geplant.

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