Skepsis gegenüber den USA-Plänen
Anlegerschützer: Zufrieden mit Scherings Aktienrückkaufprogramm

Die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz hat das von der Schering AG geplante neue Aktienrückkaufprogramm begrüßt. Diesem Vorhaben sollte zugestimmt werden, sagte DSW-Vertreter Malte Disselhorst am Freitag auf der Hauptversammlung.

vwd / Berlin. Zuvor hatte Finanzvorstand Klaus Pohle erläutert, dass die eigenen Aktien sowohl für Optionspläne als auch für Akquisitionen genutzt werden sollen.

Der Vorstand war bereits im vergangenen Jahr bis zum 30. September 2002 zum Rückkauf eigener Aktien ermächtigt worden. Der neue Vorschlag sieht eine Ermächtigung zum Rückkauf von Aktien in Höhe eines maximalen Anteils am Grundkapital von 15 Millionen Euro bis zum 30. September 2003 vor. Ein Bezugsrecht bei der Verwendung zur Bedienung von Aktienoptionen oder als Akquisitionswährung für Aktionäre ist ausgeschlossen.

Generell äußerte sich Disselhorst ebenso wie der Vertreter der Schutzgemeinschaft der Kleinaktionäre (SdK) positiv über die Arbeit des Vorstandes. Nach einem erfolgreichen Geschäftsjahr sei die Stimmung positiv. Disselhorst lobte unter anderem die hohe Kontinuität innerhalb des Managements, die sich auch bei der geplanten Nachfolge von Finanzvorstand Klaus Pohle zeige. Der Aufssichtsrat hatte am Morgen den bisherigen Leiter der Unternehmensfunktion Finanzen, Jörg Spiekerkötter, zu Pohles Nachfolger bestellt.

Kritisch sah der DSW-Verteter hingegen die Ziele für das US-Geschäft. Vor dem Hintergrund der geplanten Akqusitionen sei die vorgesehene Verdopplung des Umsatzes in USA von gegenwärtig 1,1 Milliarden Euro auf über zwei Milliarden Euro bis 2005 eher bescheiden. Der Vorstandsvorsitzende Hubertus Erlen entgegnete, dass die Planungen "mehr oder weniger" auf internem Wachstum beruhten und bezeichnete sie vor dem Hintergrund der möglichen Unwägbarkeiten des Geschäftes als "mutig".

Ferner schlug Disselhorst eine Sonderdividende für die Aktionäre aus dem Erlös von 1,5 Mrd EUR durch den Verkauf der Aventis CropScience vor. Finanzvorstand Klaus Pohle lehnte dies jedoch ab und verwies darauf, dass Schering zehn Jahre lang keine Dividende aus der Beteiligung an CropScience erhalten habe. Der jetzt erzielte Erlös sei ein Ausgleich dafür.

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