Skinheads hetzen Kampfhund auf Asylbewerber

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Skinheads hetzen Kampfhund auf Asylbewerber

In einem Regionalzug attackierten die angetrunkenen Rechtsextremisten den Äthiopier. Der Mann wurde schwer verletzt.

dpa HALLE. Zwei Skinheads haben in einem Regionalzug in Sachsen-Anhalt ihren Kampfhund auf einen Asylbewerber gehetzt. Der Mann aus Äthiopien wurde bei dem Angriff am 31. Januar schwer verletzt. Die Staatsanwaltschaft Halle berichtete erst am Montag von der Tat. Die beiden mutmaßlichen Rechtsextremisten wurden nach Angaben der Behörde noch im Zug gefasst und sitzen mittlerweile in Untersuchungshaft.

Die Täter im Alter von 21 und 22 Jahren hätten den Äthiopier auch mit einem Messer attackiert, ihn geschlagen und getreten. Das Opfer habe erhebliche Bissverletzungen sowie Prellungen und Blutergüsse erlitten.

Nach den bisherigen Ermittlungen begegnete der Afrikaner den beiden angetrunkenen Skinheads im Regionalexpress von Halle (Saale) in Sachsen-Anhalt nach Eisenach in Thüringen auf dem Weg zur Toilette. Er wurde laut Staatsanwaltschaft von den beiden Deutschen zunächst rüde beschimpft und mit einem Butterfly-Messer bedroht. Danach hätten sie dem Hund Beißkorb und Leine abgenommen und ihn auf den Asylbewerber gehetzt. Das Tier, ein Stafford-Mischling, habe sich im Unterschenkel des Äthiopiers verbissen.

Ein Schaffner alarmierte den Angaben zufolge den Bundesgrenzschutz. Die Beamten holten die Skinheads aus dem Zug. Das Opfer wurde im Krankenhaus behandelt. Die aus Weißenfels (Sachsen- Anhalt) und Rottenburg a. d. Laaber (Bayern) stammenden Skinheads sitzen seit dem 2. beziehungsweise 16. Februar in Haft.

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