„Sledgehammer“ (Peter Gabriel, 1986)
Turbulenzen bei Stahlaktien

Im ganzen Auf und Ab um die Finanzwerte in den letzten Tagen sind die kräftigen Kurssprünge bei Stahlwerten beinahe untergegangen. Heute, da Gewinnmitnahmen den Markt beherrschen, fallen die Verluste von Thyssen-Krupp und Salzgitter umso deutlicher auf.
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Beide Titel stehen in den Verliererlisten ihrer Indizes Dax und MDax ganz oben. Grund ist der südkoreanische Konkurrent Posco, der am Dienstag einen düsteren Ausblick für die Branche gab und damit weltweit diese Aktien auf Talfahrt schickte. Dass sich die Stimmung insgesamt nicht mehr so rosig darstellt wie noch vor einem Jahr ist klar.

Das gilt speziell für die einstigen Hoffnungsträger für die Branche aus China und Indien, aber auch für deren Abnehmer aus der Automobilindustrie und dem Maschinenbau. Allerdings hat man an der Börse nun nicht unbedingt noch auf die Posco-Erwartungen gewartet, um die Kurse von Thyssen-Krupp und Salzgitter auf ein angemessenes Niveau zu drücken. Das passiert bereits seit Monaten. Seit Mai hat die Thyssen Krupp-Aktie - zwei Drittel an Wert verloren, Salzgitter mehr als die Hälfte.

Der Vorschlaghammer wurde somit bereits kräftig genutzt, um die vorherigen Übertreibungen wieder zurecht zu biegen. Dass es daran noch mehr zu stutzen gibt, wird wohl nur der bejahen, der jetzt noch mit einer tiefen Weltwirtschaftskrise rechnet. Wer stattdessen daran glaubt, alles in allem mit dem berühmten "blauen Auge" davon zu kommen, der kann die heutige Begründung für die Verluste bei den Stahlwerten nicht nachvollziehen.

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