Slowakei sichert Gruppensieg
Russland droht WM-Aus

Die Slowakei setzt ihre Erfolgsserie bei der Eishockey-Weltmeisterschaft in Finnland fort, aber Rekord-Weltmeister Russland droht das vorzeitige Aus.

HB/dpa HELSINKI. Der Titelverteidiger aus der Slowakei kam am Montag in Helsinki im "Bruderduell" mit Tschechien zwar über ein 3:3 (0:1, 2:2, 1:0) nicht hinaus, zog aber als Sieger der Zwischenrunden-Gruppe E ins Viertelfinale ein. Dagegen muss der 22-malige Champion aus Russland weiter zittern: Der WM-Zweite des Vorjahres bezog gegen Olympiasieger Kanada eine bittere 2:5 (1:1, 0:2, 1:2)-Lektion und kann aus eigener Kraft die Runde der besten vier Teams nicht mehr erreichen.

Im Gruppen-Gipfel in Helsinki feierten die Supertechniker aus der Slowakei nach bisher sechs Niederlagen den ersten WM-Punktgewinn gegen die Tschechen, konnten aber die Serie von zuvor elf WM-Siegen hintereinander nicht ausbauen. Dem mit 14 NHL-Stars angetretenen Titelverteidiger fehlte nach Toren von Lubormir Visnovsyk, Pavol Demitra und Ladislav Nagy ein Treffer zur erfolgreichen Revanche für die Niederlage gegen den Nachbarn im WM-Finale 2000 in St. Petersburg. Tschechien lag durch die Treffer von Martin Straka (2) und David Vyborny bis zur 54. Minute in Führung.

Im Viertelfinale am Mittwoch treffen die Slowaken auf den Vierten der Zwischenrunden-Gruppe F, die Tschechen bekommen es als Gruppenzweite mit dem Dritten aus der Turku-Gruppe zu tun. Die mit 22 Profis aus der nordamerikanischen Liga NHL gespickte Mannschaft aus Kanada sicherte sich mit dem 5:2 (1:1, 2:0, 2:1) gegen Russland den Gruppensieg und spielt im Viertelfinale gegen den Vierten der Gruppe E (Finnland/Deutschland). Shane Doan, Kirk Maltby (beide 2) und Daniel Briere machten das Fiasko der chancenlosen "Sbornaja" perfekt.

Der 22-malige Weltmeister aus Russland kommt nur dann weiter, wenn die Schweiz an diesem Dienstag gegen Schweden keinen Punkt holt. Lettland hilft dann selbst ein Sieg gegen Dänemark nicht zum Weiterkommen. Bei jeweils vier Punkten zwischen Russland, der Schweiz und Lettland würden sich die Russen auf Grund der besseren Tordifferenz qualifizieren.

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