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Smart-Card-Hersteller im Überblick

Der Markt für Smart-Cards wird von Spezialisten und Generalisten gleichermaßen abgedeckt. Vielfach hatten die Unternehmen ihren Ursprung im Druck von Banknoten und anderen sicherheitsrelevanten Dokumenten.

jgo DÜSSELDORF. Die Marktführerschaft bei Smart-Cards und verwandten Serviceleistungen beansprucht mit einem Marktanteil von etwa 40 Prozent weltweit das 1988 von 5 Managern des Thomson-Konzerns gegründete Unternehmen Gemplus. Das Unternehmen mit Hauptsitz bei Marseille hat sich in den vergangenen Monaten eine neue Struktur verpasst. Drei Geschäftsbereiche stehen im Mittelpunkt: Elektronischer Handel, Sicherheit und mobile Dienste. Unter der Leitung des Vorstandsvorsitzenden Antonio Perez legte Gemplus beim Wachstum noch einen Schritt zu und stärkte die eigene Position durch Zukäufe. Das nicht börsennotierte Unternehmen ist mit reichlich Wagniskapital ausgestattet. Zweitgrößter Gesellschafter ist die Quandt-Familie. 1999 meldete Gemplus einen Umsatz von 817 Mill. $. Der Gewinn stieg um 35 Prozent auf 32 Mill. $.

Das französische Unternehmen Schlumberger gilt zwar als Größe im Chipkartengeschäft, ist aber zugleich in anderen Märkten, etwa dem Ölgeschäft, aktiv. Im vergangenen Jahr erzielte der Geschäftsbereich "Test and Transactions", in dem auch das Smart-Card-Geschäft zusammengefasst ist, 1,2 Mrd. $ Umsatz. Konzernweit kam Schlumberger auf 8,4 Mrd. $ Umsatz.

Stärker auf Smart-Cards focussiert ist das Unternehmen Orga, das bereits 1972 als Orga Druck in Frankfurt gegründet wurde. Der heute dominierende Geschäftszweig der Chipkarten wurde 1981 erschlossen. 1999 lag der Umsatz bei 390 Mill. DM.

Das Münchener Unternehmen Giesecke & Devrient ist der Öffentlichkeit vor allem als Banknotendrucker - vor wenigen Monaten auch in Zusammenhang mit einer Panne - bekannt. Im Vorjahr kamen dem Unternehmen Sonderaufträge wie die Produktion von Personalausweisen und EC-Karten zu Gute. Der Umsatz stieg auf 1,8 Mrd. DM, und auch der Gewinn legte auf 78 Mill. DM zu. Im Mai kündigte Giesecke & Derivient an, sich zukünftig als Technologiekonzern zu positionieren. Besonders stark ausgebaut wurde vor allem der so genannte vierte Geschäftsbereich, in dem Sicherheitstechnik für den elektronischen Handel gebündelt wird.

Die Winter AG ist ein traditionsreiches Unternehmen, das im Smart-Card-Bereich zwar nicht wirklich groß ist, aber an der Börse im September einen großartigen Start hingelegt hat. Ursprünglich als Druckspezialist gestartet, begann die Firmengruppe 1993 damit, auch Plastik zu bedrucken. Inzwischen sieht sich das Unternehmen als einen der weltweit führenden Hersteller von Mikroprozessor- und Chipkarten, belegt aber in Branchen-Rankings noch keinen einstelligen Platz. Im vergangenen Jahr lag der Umsatz des Unternehmens bei 42,58 Mill. Euro.



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