So groß wie eine "ganz kleine Briefmarke"
Bald gibt es die Briefmarke vom heimischen PC

Kunden der Deutschen Post werden voraussichtlich ab Mitte nächsten Jahres die Möglichkeit haben, Briefe mit ihrem PC zu frankieren.

ap BONN. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik hat Post-ein Konzept für eine "Internet-Briefmarke" gebilligt. Wer künftig auf das Kleben der bunten Marken verzichten möchte, benötigt einen Zugang zum Internet, eine spezielle Software und möglicherweise auch noch eine besondere Hardware, teilte die Post am 26. Oktober in Bonn mit.

Die Frankierung kann mit dem normalen Drucker entweder auf den Briefumschlag oder, wenn Fensterumschläge verwendet werden, direkt auf den Briefbogen gedruckt werden. Sie werde so groß sein wie eine "ganz kleine Briefmarke", sagte Post-Sprecher Norbert Schäfer. Der Frankierungsaufdruck enthält unter anderem einen Barcode. Dieser dient in erster Linie der Fälschungssicherheit, birgt aber auch in verschlüsselter Form Informationen über die Seriennummer des PC-Frankiersystems zwecks Identifizierung des Absenders, Angaben über Erstellungsdatum und Porto, ferner Postleitzahl und bestimmte Elemente der Anschrift des Empfängers.

Vorbild USA

In den USA ist die Brieffrankatur per PC bereits eingeführt. Dort wird, wie üblich, per Kreditkarte bezahlt. In Deutschland steht die Regelung von Details noch aus, wahrscheinlich wird es zwei Zahlungsmöglichkeiten - Rechnung und Abbuchung vom Konto - geben. Auch steht laut Schäfer noch nicht fest, ob die Post das System in eigener Regie betreibt oder Provider zwischenschaltet. Interessenten seien bereits vorhanden, hieß es. Zentrale des Systems wird ein "Postage Point" (Porto-Stelle) sein.

Kundschaft bevorzugt reine Softwarelösung

Ob sich der Postkunde nur die notwendige Software oder aber auch noch eine spezielle Hardware besorgen muss, steht ebenfalls noch nicht fest. Die Kundschaft bevorzuge eine reine Softwarelösung, hieß es. Der Kunde kann sich dann einen Vorrat an Postwertzeichen - beispielsweise für 100 Euro - oder auch nur eine einzige Briefmarke herunterladen. Dies werde am PC im Hintergrund ablaufen, sagte Schäfer, der Kunde müsse sich nicht jedes Mal eigens selbst ins Internet einwählen.

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