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So können Sie die Einkommensgrenzen für Bauförderung senken

>> Rechnen Sie für jede Einkunftsart die Einnahmen hoch. Bei den Gewinn-Einkunftsarten (Land- und Forstwirtschaft, selbstständige Arbeit, Gewerbebetrieb) ziehen sie von den Betriebseinnahmen die Betriebsausgaben (Aufwendungen) ab. Bei den anderen Einkunftsarten saldieren Sie die Werbungskosten mit den Einnahmen.

>> Basis für den Erziehungsgeld-Anspruch ist die Summe der positiven Einkünfte. Ein negatives Ergebnis in einer Einkunftsart setzen Sie mit Null an. Nach dem gleichen Verfahren gehen Eltern vor, deren Kind einen nordrhein-westfälischen Kindergarten besucht. Für die Beitragszahlungen sind ebenfalls die positiven Einkünfte maßgeblich (siehe Stichwort Kindergartenbeiträge).

>> Über Eigenheimzulage und Baukindergeld entscheidet der Gesamtbetrag der Einkünfte. Zur Berechnung gilt zunächst das gleiche Schema wie zuvor. Doch dürfen Sie Verluste (negative Einkünfte) in einer Einkunftsart mit positiven Einkünften in anderen Einkunftsarten verrechnen. Dabei müssen Sie § 2 Abs. 3 Einkommensteuergesetz (EStG) beachten. Dessen wichtigste Regeln: Im ersten Schritt werden maximal 100 000 DM Verlust verrechnet. Danach verbliebene Verluste zehren noch vorhandene positive Einkünfte höchstens zur Hälfte auf. Außerdem sind Altersentlastungsbetrag und Freibetrag für Land- und Forstwirte abzuziehen.

>> Wohungsbauprämie und Sparzulage hängen vom zu versteuernden Einkommen ab. Bei der Berechnung werden Sonderausgaben und Freibeträge berücksichtigt.

>> Direktversicherung: Der Arbeitgeber zahlt aus dem Bruttogehalt maximal 3 408 DM im Jahr in eine Lebensversicherung ein. Übernimmt er auch die Pauschalsteuer von 20 Prozent darauf, sinken auch die positiven Einkünfte um 3 408 DM.

>> Kindergartenbeiträge, die der Arbeitgeber zahlt, haben den gleichen Effekt. Werbungskosten wirken ab der Ebene der positive Einkünfte. Was lohnt sich?

>> Die Fortbildung im ausgeübten Beruf. Zu den Kosten gehören Lehrgangsgebühren, Fahrt- und Übernachtungskosten, Verpflegungsmehraufwand.

>>Ein neuer Computer läßt sich oft zumindest teilweise absetzen (siehe Entscheidung vom Bundesfinanzministerium Baden Württemberg).

>> Steuersparmodelle sind nur interessant, um die Bauförderung mitzunehmen. Dabei sollten Sie nicht mehr Geld riskieren, als unbedingt notwendig ist. Beteiligen Sie sich nur, wenn die Verluste 50 Prozent unterschreiten.

Sparzulage und Wohnungsbauprämie kommen Sie auch mit Sonderausgaben näher:

>> Außergewöhnliche Belastungen. Dazu gehören etwa Krankheitskosten. Mit Zahnarztrechnungen sind die nach Einkommen gestaffelten Zumutbarkeitsgrenzen schnell überschritten.

>>Spenden

>>Ausbildungsfreibeträge. Für ein Kind in der Ausbildung, das älter als 18 Jahre ist, beträgt der Freibetrag 2 400 DM bzw. 4 200 DM, wenn es zu Hause/auswärts lebt.

>>Ein Tipp: Schießen Sie nicht mit Kanonen auf Spatzen. 1 000 DM Spende, um eine Sparzulage zu bekommen, rechnen sich nicht.

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