Archiv
So kommt das Fahrrad ans Urlaubsziel

Bremen (dpa/gms) - An sich ist das Fahrrad bekanntlich ein Fortbewegungsmittel. Wenn es um den Urlaub geht, muss es aber oft auf untypische Weise bewegt werden.

Bremen (dpa/gms) - An sich ist das Fahrrad bekanntlich ein Fortbewegungsmittel. Wenn es um den Urlaub geht, muss es aber oft auf untypische Weise bewegt werden.

Gerade beim Urlaub an fernen Zielen wollen viele ihr Zweirad dabei haben, können es aber kaum mit Pedalkraft dorthin befördern. Doch wer sich informiert, stellt fest, dass es immer einen Weg gibt, das Rad mitzunehmen - egal ob Bahn, Bus, Flugzeug oder das eigene Auto das Reisemittel sein soll.

Am einfachsten hat es, wer mit dem Auto verreist. Die problemlose Mitnahme darf aber nicht dazu führen, unachtsam zu sein. Sowohl beim Transport auf dem Dachgepäck- wie auch beim Heckträger gilt es, die Räder bestmöglich zu sichern. «Auf dem Dachträger sind Fahrräder so zu fixieren, dass sie nicht pendeln», sagt Jochen Hövekenmeier vom Automobilclub von Deutschland (AvD) in Frankfurt/Main.

Auch beim Hecktransport ist die Befestigung wichtig. Die Räder stehen zwar nicht frei im Wind, müssen diesem aber ebenfalls trotzen. «Beim Heckträger müssen meist zusätzliche Kennzeichen und Heckleuchten montiert sein, weil die Fahrräder die Leuchten und das Kennzeichen in der Regel verdecken», so Hövekenmeier. Grundsätzlich rät er, mit beladenem Träger nicht schneller als Tempo 120 zu fahren.

Aber es muss nicht der eigene Wagen sein: Es gibt auch Busse, die Fahrradurlauber an ihr Ziel bringen. Der Veranstalter Natours aus Ostercappeln (Niedersachsen) etwa bietet den «Bike & Bus euro-shuttle» an. «Die Busse haben einen überdachten Fahrradanhänger», so Geschäftsführer Michael Schlemm. Darin finden bis zu 40 Räder Platz.

Ein Klassiker für die Radreise ist die Bahn - mittlerweile aber offenbar mit Einschränkungen: «Bei der Bahn wird das Angebot immer schlechter», sagt Wolfgang Richter vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) in Bremen. So ist der Transport im ICE nicht möglich. Laut Monika Bloch von der Deutschen Bahn in Berlin sind Platzprobleme der Grund dafür.

Dennoch schaltet die Bahn für Rad-Reisende jeden Sommer eine Hotline (Tel.: 01805/15 14 15 für 0,12 Euro pro Minute). Generell müssen die Reisenden neben ihrem Ticket eine Fahrradkarte haben, im Fernverkehr ist ein Stellplatz zu reservieren. Grund ist die begrenzte Zahl der Plätze.

Bei Flugreisen muss ebenfalls nicht auf das Rad verzichtet werden. Laut Wolfgang Richter von ADFC ist die Mitnahme meist möglich, auch bei einigen Billigfliegern. Eine Lufthansa-Sprecherin in Frankfurt weist darauf hin, dass das Rad beim Buchen angemeldet werden muss. Liegt das Gewicht innerhalb der Freigepäck-Grenzen, je nach Ziel 20 bis 40 Kilo, ist der Transport innerhalb Deutschlands kostenlos. «Bei Kontinentalflügen kostet es ab 30 Euro, interkontinental ab 60 Euro.»

Richter betont, dass Räder im Flugzeug meist verpackt sein müssen. «Am besten ist es, sich beim Fahrradhändler eine Verpackung zu besorgen.» Für hochwertige Räder gibt es spezielle Koffer. Das Rad wird darin demontiert verstaut - was selbst die Mitnahme im ICE ermöglich, da niemand sieht, was sich in dem Koffer befindet.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%