So seh ich: Die Sicherheitsfalle im System

So seh ich
Die Sicherheitsfalle im System

"Wir benötigen wieder eine Stimmung und eine Struktur, die Vision, Wagnis und Einsatz emotional und materiell belohnen."

Das allgemeine Bedürfnis nach materieller oder finanzieller Sicherheit gehört zum Menschen vielleicht ebenso wie Hunger und Durst. In einer saturierten Gesellschaft bedeutet "Sicherheit", zu wissen, dass man morgen mit demselben Einsatz mindestens noch genauso gut leben kann wie heute.

Und weil der Wohlstand unverändert erhalten bleiben soll, glaubt man gerne, genau dies durch die Erhaltung des Status quo zu erreichen. Nach dem Motto: Was gestern funktioniert hat, tut es auch morgen.

Doch das ist ein weit verbreiteter Irrglaube. Zumindest in der Wirtschaft gilt: Stillstand bedeutet Rückschritt. Wer daher fort- statt zurückschreiten will, der muss immer wieder neue Wagnisse eingehen und das eingezäunte Gelände verlassen. Ein Unternehmer kann dauerhaft nur auf diese Weise - also durch Innovationen - erfolgreich sein. Und eine Volkswirtschaft kann nur mit erfolgreichen Unternehmern ihren Wohlstand bewahren.

Wer Unternehmer werden will, der muss bereit sein, Risiken einzugehen. Der Kapitalismus offenbart seine Vorteile nur so lange, wie es Menschen gibt, die einen ersten Schritt wagen und Ideen zur Realität verhelfen. Die Möglichkeit des Scheiterns ist dabei zwangsläufig immer mit inbegriffen.

Eine Gesellschaft wiederum, die versucht, jegliches Risiko aus ihrem Alltag zu verbannen, kann keine ausreichende Zahl an Unternehmern hervorbringen. Zum einen erhöht eine allgemein risikoaverse Stimmung die Anforderungen an potenzielle Unternehmer. Führt das neue Projekt nicht zum Erfolg, wird sein Schöpfer in jedem Fall für das Scheitern verantwortlich gemacht. Dann heißt es: Selbst dran schuld, wenn man sich auf so etwas einlässt. Als klug und moralisch sauber gilt nur, was sicher ist.

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