So seh ich es
Der Lehrstellenmarkt muss ein Markt bleiben

Nun scheint der Zeitpunkt gekommen zu sein, an dem sich die Bundesregierung einmal wieder dazu entschlossen hat, eine Strafgebühr für Betriebe zu erheben, die nicht oder (nach Meinung irgendwelcher Behörden) nicht genug ausbilden. Es liegt vielleicht an der aktuellen Aufregung in der Steuerdiskussion, dass diese Ankündigung noch nicht den angemessenen Protest hervorruft.

Wie auch immer: Die geplante Regelung stellt nicht minder eine grobe ordnungspolitische Verfehlung dar und wird dem Nachwuchs, um dessen Zukunft wir zweifellos besorgt sein müssen, im Endeffekt mehr schaden als nützen.

Ausgangspunkt dieser Auseinandersetzung um Selbstregulierung der Wirtschaft versus staatliche Intervention ist die statistisch ausgewiesene Lücke zwischen rund 35 000 eine Lehrstelle suchenden Jugendlichen und dem gegenüberstehenden Angebot von 15 000 Ausbildungsplätzen seitens der Betriebe.

Strittig ist von vornherein, inwiefern diese Zahl tatsächlich die Situation auf dem Lehrstellenmarkt widerspiegelt. Vertreter der Privatwirtschaft jedenfalls klagen häufig über zu wenig Bewerbungen. Da jedoch ausschlaggebend für die Bilanz von Lehrstellen und Bewerbungen die Verteilung auf die Branchen und Regionen ist, muss das kein Widerspruch sein.

Es ist nicht überraschend festzustellen, dass viele Bewerbungen auf Berufe entfallen, die angesehen, abwechslungsreich und gut bezahlt sind sowie angenehme Arbeitszeiten bieten. Wenige, oft zu wenige Bewerbungen gehen demgegenüber bei Branchen ein, deren Angebot nicht durchgehend so positiv klingt.

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