So seh ich es
Freie Fahrt für die Bahn

Das Zeitalter der Globalisierung entfaltet eine enorme wirtschaftliche Dynamik. Zur Bewältigung dieser Dynamik werden die Faktoren Mobilität und Transport immer wichtiger. Die Verkehrstechnologie zählt deshalb zu den Schlüsselbranchen der Zukunft. Und das gilt nicht nur für den Flugverkehr.

National wie international, kontinental wie interkontinental, für den Nahverkehr in Ballungsgebieten ebenso wie für den Fernverkehr: Menschen und Produkte müssen überall und zeitgenau dorthin gebracht werden, wo sie benötigt werden. Dies erfordert eine komplexe Logistik, hohe Investitionen in die Infrastruktur und nicht zuletzt Innovationsfreudigkeit.

Eine immer wichtiger werdende Nebenbedingung ist zudem die Sparsamkeit im Energieverbrauch sowohl zum Schutz des Ökosystems als auch zur Einsparung hoher Energiekosten. Mit den Lösungen von gestern kann man die Mobilitätsanforderungen der heutigen Zeit kaum noch, die der Zukunft sicherlich schon gar nicht mehr bewältigen.

Von Airbus in der Luftfahrtindustrie über das vielfältig einsetzbare satellitengestützte Navigations- und Logistiksystem Galileo bis hin zu Toll-Collect befinden sich Deutschland und Europa auf dem Weg in die Zukunft. Doch zwischen diesen Zukunftsklängen in der Verkehrswelt wird es hier zu Lande einem Bereich immer wieder enorm schwer gemacht, in die neue Zeit einzusteigen - der Bahn.

Seit vielen Jahren versucht ihr Vorstandsvorsitzender Hartmut Mehdorn unnachgiebig, die älteste aller modernen Transporttechnologien aus den gemütlichen und verlustreichen Tagen des Eisenbahnfahrens herauszuführen. Auf dem Weg, die einst behördlich geführte Organisation als wettbewerbsfähiges Logistikunternehmen an die Börse zu bringen, ist ihm vieles geglückt. Das betriebliche Ergebnis ist seit 2004 endlich positiv und wächst kräftig weiter.

Im Zeitalter der Mobilität steigt schließlich auch die Nachfrage nach Schienenleistungen in atemberaubender Geschwindigkeit. Das entlastet Straßen und Umwelt. Doch der große Wurf, der auch die Deutsche Bahn AG endgültig ins 21. Jahrhundert beschleunigen würde, ist dem Vollblutunternehmer Mehdorn bislang von der Politik versagt worden. Mit seiner konsequenten Strategie, das Kerngeschäft Bahn mit anderen Elementen eines international tätigen Logistikkonzerns zu verknüpfen, tun sich die öffentlichen Eigner schwer. Aber nur so, mit neuen und innovativen Konzepten, kann die Bahn auch der Schiene wieder zu neuen Chancen verhelfen.

Nun steht eine schicksalsträchtige Entscheidung des Bundes als Eigentümer der Deutschen Bahn AG an, da auf Grund ihrer guten Bilanzen sich der avisierte Börsengang in großen Schritten nähert. Die Politik will noch in diesem Jahr den weiteren Weg der Bahnreform festlegen. Zur Entscheidung steht nichts Geringeres als die Frage, ob die Bahn mit oder ohne Schienennetz privatisiert werden soll.

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