So seh ich es
Kein Grund für einen Kurswechsel

Seit vielen Jahren ertönen regelmäßig Klagen über die hohen Lohnzusatzkosten in Deutschland. So hat die jetzige Bundesregierung eine hohe Priorität auf die Reduzierung der Sozialversicherungsbeiträge gelegt. Warum bei den Lohnnebenkosten durchaus noch Potenzial für eine Entlastung von Bürgern und Wirtschaft besteht.
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HB. Die Löhne und Gehälter, die Arbeitgeber für ihre Angestellten zahlen, weichen erheblich von dem ab, was bei den Arbeitnehmern netto auf dem Konto landet.

Besonders bei den niedrigeren Löhnen liegt das nicht etwa an der Lohnsteuer. Die ist in den unteren Tarifgruppen, dort, wo auch das Problem der Arbeitslosigkeit am größten ist, unbedeutend im Vergleich zu den Lohnzusatzkosten, sprich den Abgaben für Rentenversicherung, Krankenversicherung, Pflegeversicherung und Arbeitslosenversicherung.

Die sozialen Sicherungssysteme sind ein wichtiger Bestandteil unserer Sozialen Marktwirtschaft. Doch gerade deswegen muss man wegen der naturgemäß belastenden Wirkung der Beiträge auf Wachstum und Beschäftigung besonders vorsichtig und zurückhaltend mit der Beitrags- und Ausgabengestaltung umgehen. Ansonsten drohen die negativen Rückwirkungen auf die Beschäftigung eine gefährliche Abwärtsspirale zu verursachen: je höher die Beiträge, desto weniger Arbeitsplätze; je mehr Arbeitslose, desto geringer die Beitragssumme und desto höher die Ausgaben. Ein empfindliches System, das leicht aus dem Gleichgewicht geraten kann. Maßhalten ist hier deshalb das oberste Gebot sowohl auf der Ausgaben- als auch auf der Einnahmeseite.

Vorbei sind die Zeiten, in denen man kräftige Einkommenszuwächse verbuchen konnte, von denen noch problemlos die Erhöhungen der Sozialversicherungsbeiträge abgezweigt werden konnten. Aufgrund steil steigender Energie- und Lebensmittelpreise ist die aktuelle Situation vieler Haushalte geprägt durch stagnierende oder sogar rückläufige Reallöhne. Die Arbeitnehmer brauchen dringend eine Entlastung.

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