So seh ich es
Sicher in die Kinderlosigkeit

Die Geburtenrate in Deutschland liegt derzeit auf einem historischen Tief. Nur noch 1,4 Kinder gebärt eine Frau im Schnitt. Die Auswirkungen dieser andauernden Geburtenarmut sind für Wirtschaft und Gesellschaft fatal. Doch mit ökonomischen Anreizen allein lässt sich die Geburtenrate in Deutschland nicht erhöhen.

Unsere Gesellschaft ist fixiert auf Sicherheit. Finanzielle und gesetzliche Absicherungen in großer Vielfalt gehören zum Alltag eines deutschen Bürgers. Wir bereiten uns auf fast jede denkbare Katastrophe vor. Sogar für den Fall einer Pandemie, die theoretisch durch ein mutiertes Vogelgrippevirus grassieren könnte, sollen wir schon bald mit Tonnen von Impfstoff gewappnet sein. Und dies, obwohl niemand weiß, ob so etwas überhaupt jemals eintreten wird.

Doch vor dem Eintritt der wahrscheinlich größten Katastrophe, die unsere Gesellschaft real und nicht nur spekulativ bedroht, haben wir die Augen verschlossen. Die Rede ist von der Überalterung der Gesellschaft. Drastischer formuliert: von ihrer Kinderlosigkeit.

Was die Geburtenarmut für eine Gesellschaft bedeutet und wie gravierend das absehbare Ausmaß bereits ist, dürfte den wenigsten klar sein. Wie sonst lässt es sich erklären, dass die Demographieproblematik bislang noch keine Wahl ernsthaft beeinflusst hat, geschweige denn entschieden hätte.

Herumgesprochen hat sich mittlerweile die geringe Geburtenrate von durchschnittlich weniger als 1,4 Kindern je Frau. Das ist weit entfernt von den 2,1 Kindern, die für den Bestandserhalt unserer Gesellschaft notwendig wären. Deutlich weniger bekannt ist, wie lange wir bereits untätig bei den zu niedrigen Geburtenraten verweilen. Schon seit Beginn der 70er-Jahre unterschreitet Deutschland die Bestandserhaltungsrate permanent, und seit mehr als 20 Jahren schwanken wir sogar um die berühmte Marke von nur 1,4 Kindern je Frau.

Die Auswirkungen dieser andauernden Geburtenarmut sind für Wirtschaft und Gesellschaft fatal, für die Sozialversicherungssysteme ebenso wie für die Binnennachfrage und die gesamte gesellschaftliche Entwicklung. Der dynamische Effekt der Geburtenarmut ist weit größer, als es der ohnehin geringe Wert der Geburtenrate andeutet.

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