„So vermehrt sich Geld“
Virtueller "Finanz-Supermarkt" moneyshelf.com geöffnet

Das Finanzportal ermöglicht einen Vergleich der Konditionen von Investmentfonds und Versicherungen konkurrierender Anbieter über eine einzige Seite.

vwd FRANKFURT. Der gemeinsam von der Deutschen Bank AG und ihrer Tochter moneyshelf.com AG entwickelte virtuelle "Finanz-Supermarkt" hat seit Freitag seine Tore geöffnet. Erstmals können sich Internet-Nutzer über eine einzige Seite einen Überblick über ihre bei verschiedenen Instituten geführten onlinefähigen Konten, Depots und Versicherungen verschaffen. Das Finanzportal, dessen Errichtung die Deutsche Bank im Rahmen ihrer Global E-Internetstratgie mit 25 Mio Euro fördert, ermöglicht einen Vergleich der Konditionen von Investmentfonds und Versicherungen konkurrierender Anbieter.

Auch die individuelle Finanzplanung kann über "www.moneyshelf.de festgelegt werden. "So vermehrt sich Geld", wirbt der Supermarkt für seine "Geldregale". Das Angebot nutzen vorerst 16 Fondsgesellschaften, darunter DWS, DIT und Adig und zehn Lebensversicherer, u.a. Axa Colonia, Hannoversche Leben und Deutscher Herold, als weiteren Vertriebskanal. Für weitere Anbieter stehe die Plattform offen, wie die Portalbetreiber in dieser Woche betonten. Die öffentlich-rechtliche sowie der genossenschaftliche Bankengruppe signalisieren jedoch bislang keine Interesse.

"Zurzeit ist keine Zusammenarbeit geplant, sagte eine Sprecherin der DGZ-DekaBank. Auch der Bundesverband der Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) schloss eine Beteiligung aus. "Wir arbeiten an einem neuen Auftritt, der voraussichtlich ähnliche Bestandteile haben wird", erklärte eine BVR-Sprecherin. Der Zugang und die Nutzung des Finanzportals sind für private Nutzer kostenfrei. Der Supermarkt verdient erst an Transaktionen. Am Sicherheitskonzept ließen die Betreiber keinen Zweifel. "State of the art", hieß es dazu.

Der "gläserne Kunde" sei nicht zu befürchten. Kundendaten sollen allenfalls zur Weiterentwicklung des Produktangebotes, das ab Februar 2001 auch Baufinanzierungen und Krankenversicherungen enthalten soll, verwendet werden. Jeder Nutzer trage aber auch eigene Verantwortung bei der Nutzung des Portals, um Missbrauch zu vermeiden. Bis 2005 will der Finanz-Supermarkt, der in Spanien Anfang 2001 und später in Italien und Frankreich seine Tore öffnet, 1,2 Millionen Kunden gewinnen. Dann soll auch die Gewinnschwelle erreicht sein. Ein Börsengang wird nicht vor 2002 als realistisch angesehen.

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