Soforthilfe geplant
Voller Schuldenerlass für vom Hochwasser geschädigte Firmen

Bundeswirtschaftsminister Müller hat den durch Hochwasser geschädigten Betrieben einen kompletten Schuldenerlass in Aussicht gestellt. Am Donnerstagmorgen stellte er sein Konzept vor.

Reuters BERLIN. Bundeswirtschaftsminister Werner Müller (parteilos) hat den durch Hochwasser geschädigten Betrieben einen kompletten Schuldenerlass und eine Soforthilfe von bis zu 10 000 Euro in Aussicht gestellt.

"Der, der alles verloren hat, soll auch sämtliche Schulden gestrichen bekommen, die noch auf den Betrieb bestehen, weil er sonst ja keinen neuen Kredit auf sich nehmen kann", sagte Müller am Donnerstag im ZDF. Details dazu müssten noch geklärt werde, aber das Ziel stehe fest. Er denke, dass es auf eine Teilung des Schadens zwischen Banken und dem Staat hinauslaufe, wobei die öffentliche Hand wohl den überwiegenden Teil tragen werde. Als weitere Maßnahme sei eine Soforthilfe von bis zu 10 000 Euro für von den Hochwasser betroffenen Betriebe vorgesehen.

Günstige Firmenkredite

Darüber hinaus solle für günstige Firmenkredite gesorgt werden und dafür, dass die Hausbanken der Betriebe diese Gelder problemlos ausleihen. "Das heißt, wir werden hier die Hausbanken weitgehend aus der Haftung nehmen", sagte Müller. Auch sei geplant, den Firmen die Personalkosten zu erstatten, die ihnen entstehen würden, obwohl sie nichts erwirtschaften. "Und zwar vollständig, einschließlich der Sozialabgaben", sagte der Minister.

Der Minister sagte weiter, er wünsche sich, dass die betroffenen Betriebe weiter machten oder neu anfingen. "Alles, was dafür notwendig ist, werden wir seitens der Landes- und Bundesregierung regeln."

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