Sofortige Trennung angestrebt
BVB will Amoroso loswerden

Die Tage von Marcio Amoroso bei Bundesligist Borussia Dortmund scheinen gezählt. Manager Michael Meier strebt die sofortige Trennung vom brasilianischen Fußball-Profi an.

HB DORTMUND. Wie der Fußball-Bundesligist mitteilte, hat er dem 29-Jährigen das Angebot auf Aufhebung seines noch bis 2005 laufenden Vertrags unterbreitet. "Borussia Dortmund legt keinen Wert auf Spieler, die dem Arbeitgeber so wenig Respekt entgegenbringen, wie wir dies im Falle Marcio Amoroso mehrfach erleben mussten", sagte Meier am Dienstag.

Meier kündigte eine schnelle Lösung an. "Ich gehe davon aus, dass die Formalitäten in den nächsten Tagen geklärt werden." Er betonte, dass der Verein seine Verpflichtungen gegenüber dem Spieler stets in vollem Umfang erfüllt hat. Eine Kündigung Amorosos, der in 59 Bundesligaspielen 28 Treffer für den BVB erzielte, sei entgegen anders lautenden Berichten nicht erfolgt. Vielmehr habe der Brasilianer lediglich um eine internationale Freigabe gebeten. Angeblich hat Amoroso erneut eine vom BVB gesetzte Frist versäumt, bis zum 18. März nach Dortmund zurückzukehren.

Seit gut sieben Monaten hat der bis dato teuerste Bundesliga- Spieler, dessen Verpflichtung vom AC Parma 2001 rund 12,5 Mill. DM verschlang, kein Spiel mehr für die Borussen bestritten. Seit seiner Knie-Operation Ende Januar in den USA, bei der ein Meniskus geglättet wurde, weilt Amoroso in seiner Heimat Brasilien, um sich dort behandeln zu lassen. Offensichtlich will der finanziell angeschlagene BVB den Spieler, der rund 4,5 Mill. ? pro Jahr kassierte, so schnell wie möglich von der Gehaltsliste bekommen.

Im Vorjahr kam es zum offenen Bruch zwischen dem Revierclub und Amoroso wegen der Art und Schwere seiner am 11. September im Training erlittenen Knieverletzung. Amoroso erhob aus seiner Heimat schwere Vorwürfe gegen BVB-Clubarzt Markus Braun, der seiner Ansicht nach eine falsche Diagnose gestellt hatte. Dortmund hatte mit arbeitsrechtlichen Konsequenzen gedroht und den Fußball-Weltverband FIFA eingeschaltet, nachdem Amoroso mehrfach ein Ultimatum zur Rückkehr nach Dortmund hatte verstreichen lassen.

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