Sofortige Waffenruhe verlangt
Uno-Mission bleibt im Kongo

Der Weltsicherheitsrat ist "zutiefst besorgt" über die Entwicklung im Osten des afrikanischen Bürgerkriegslandes Kongo und fordert eine sofortige bedingungslose Waffenruhe in der Region.

HB/dpa NEW YORK. Die Konfliktparteien, Kongos Regierung eingeschlossen, sollten jegliche Provokation vermeiden und keine weiteren Soldaten aufstellen, heißt es in einer Erklärung des Uno-Gremiums vom Donnerstag. Sie wurde von dem amtierenden Ratspräsidenten Sergej Lawrow verlesen.

Gleichzeitig verlängerte der Sicherheitsrat das Mandat für die Uno-Mission UNMOC in Kongo, wegen der kritischen Lage jedoch vorerst nur bis zum 30. Juli. Das neue Mandat wurde als Resolution 1489 einstimmig verabschiedet. In diplomatischen Kreisen hieß es, dass die Dauer von nur einem Monat zu erkennen gebe, wie umstritten der Kongo-Einsatz unter den gegenwärtigen Bedingungen im Sicherheitsrat ist.

In seiner Präsidentenerklärung verlangt der Rat weiter, dass sich alle Soldaten auf die kürzlich vereinbarten Positionen zurückziehen. Außerdem drängt er alle Seiten, "ihre Differenzen friedlich zu lösen und umgehend eine nationale Übergangsregierung einzusetzen". Darüber hinaus sollten die Nachbarn und andere Länder in der Krisenregion sich für die Einhaltung des Friedensprozesses stark zu machen. Im Bürgerkrieg in Kongo sind seit 1998 mindestens 2,5 Mill. Menschen getötet und Hunderttausende vertrieben worden.

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