Software-Erweiterungen für alte Programme
SAP weist EU-Kritik an Software zurück

Der Software-Hersteller SAP hat Kritik der Europäischen Union (EU) widersprochen, wonach die Programme des Unternehmens Schuld an der teilweise langsamen Euro-Umstellung vieler Firmen sei.

Reuters FRANKFURT. "Selbstverständlich weisen wir den Vorwurf zurück", sagte ein Sprecher des Walldorfer Software-Hauses am Montag. Die Europäische Kommission hatte zuvor in ihrem jüngsten Quartalsbericht zur Einführung des Euro-Bargelds in der SAP-Software einen von mehreren Gründen für die schleppende Euro-Umstellung bei vielen Unternehmen gesehen. Einige SAP-Programme seien nicht in der Lage, die Buchführungswährung im Jahresverlauf in Euro zu ändern, da sie Daten nicht zurückrechnen könnten, hieß es in dem Bericht.

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Neue Versionen der Software SAP R/3 stellen dem SAP-Sprecher zufolge die Währung automatisch auf Euro um. Bei älteren Versionen gebe es Erweiterungen, die die Umstellung ermöglichten. Zudem existiere eine Software, die die Währung auch rückwirkend ändern könne. Ein Unternehmen, das erst Mitte oder Ende des Jahres seine Bücher auf Euro umstelle, könne die Währung somit zugleich problemlos seit Jahresbeginn in Euro darstellen, hieß es bei SAP weiter.

Unternehmer und Wirtschaftsprüfer hatten in der Vergangenheit immer wieder darauf hingewiesen, dass viele Firmen in der Euro-Zone mit ihren Vorbereitungen auf die Einführung des Euro-Bargelds am 1. Januar 2002 nicht möglicherweise nicht rechtzeitig fertig werden.

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