Software-Haus verspricht sich durch Eigenständigkeit mehr Erfolg bei Kunden
Commerce One geht auf Distanz zu SAP

Das US-Software-Unternehmen Commerce One löst mit neuen Produkten die engen Bande mit der SAP AG. Das Walldorfer Softwarehaus ist mit rund 20 % an Commerce One beteiligt und auch im Vertrieb haben beide Unternehmen einige Zeit gemeinsame Sache gemacht.

jojo/tnt MÜNCHEN/FRANKFURT. Der Spezialist für elektronische Marktplätze wird seine neue Software stärker auf den elektronischen Einkauf von Unternehmen ausrichten. "Das Ziel ist es, den Einkauf von der Händlersuche über die Rechnungstellung bis zur Bezahlung zu automatisieren", sagte Commerce-One Chef Mark Hoffman. Damit tritt Commerce One in Wettbewerb zu SAP aber auch zu anderen Anbietern wie Ariba. "Wir sind froh, endlich im Wettbewerb mit SAP zu sein", sagte Commerce-One Vertriebsmanager Achim Wieber in München. "Schon allein die vielen Kunden, die von SAP genug haben, sind für uns interessant." Bislang hätte bei vielen Kundenbeziehungen SAP die Führung gehabt, "und da waren wir dann sehr zurückhaltend", ergänzte Marketing-Chef Robert Gatz.

Die beiden Unternehmen wollen allerdings bei elektronischen Marktplätzen weiter zusammenarbeiten. SAP nutzt die Technologie der Marktplätze für das Zusammenspiel verschiedener Software auf seiner für dieses Jahr angekündigten Plattform "MySAP Technology".

Die Beteiligung an Commerce One hatte für SAP im vergangenen Jahr unangenehme Folgen: Weil die Verluste höher ausfielen als erwartet, musste SAP seine Ergebniserwartungen nach unten korrigieren. Commerce One setzte im vierten Quartal 56 Mill. $ um und verbuchte einen Nettoverlust von 168,3 Mill. $. Spekulationen, SAP würde sich komplett von Commerce One trennen, erteilte SAP-Chef Hasso Plattner eine Absage: Ein Verkauf der Anteile an Commerce One sei "derzeit definitiv nicht geplant" .

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