Software-Umsätze der SAP-Konkurrenz eingebrochen
Siebel hat sich wacker geschlagen

Der US-Softwarehersteller und SAP-Konkurrent Siebel Systems hat im ersten Quartal seine Gewinn-Prognose erfüllt. Siebel-Aktien legten daraufhin am Donnerstag deutlich zu. Branchenexperten sprachen von einer zufrieden stellenden Leistung des Unternehmens in einem schwierigen Quartal.

Reuters PALO ALTO. Auch Firmen-Gründer und-Chef Tom Siebel verwies auf das schwache Marktumfeld: "Meiner Einschätzung nach war dies für die Branche eines der schlechtesten Quartale überhaupt", sagte er in einer Telefonkonferenz mit Analysten.

In den drei Monaten bis zum 31. März schrumpfte der Reingewinn zum Vorjahreszeitraum um 16 Prozent auf 64,6 Millionen Dollar (rund 72,5 Millionen Euro) oder zwölf Cent je Aktie, wie das Unternehmen am Vorabend nach US-Börsenschluss mitgeteilt hatte. Branchenexperten zeigten sich zufrieden, dass das Unternehmen damit seine Erwartungen erfüllt habe. Angesichts der zögerlichen Technologie-Investitionen der Unternehmen habe das Siebel-Management gute Arbeit geleistet.

Die Gesamtumsätze sanken nach Firmenangaben im ersten Quartal um ein Fünftel auf 477,8 Millionen Dollar. Die Software-Umsätze - ein wichtiger Maßstab für den Händlererfolg - brachen überdurchschnittlich um 27 Prozent auf 246,05 Millionen Dollar ein und verfehlten damit knapp die Unternehmenserwartung von 250 Millionen Dollar.

Zum Ausblick sagte Firmenchef Siebel, am wahrscheinlichsten sei, dass das zweite Quartal wie das vorangegangene ausfalle bei gleich bleibenden Umsätzen. Zu seiner früheren Prognose, die Einnahmen aus Softwarelizenzen würden in diesem Jahr um 15 Prozent von 1,07 Milliarden Dollar im Jahr 2001 wachsen, äußerte er sich allerdings nicht.

Analysten bezweifelten, dass sich dieses Ziel einhalten lässt. "Bei den Lizenzen stehen sie irgendwo zwischen null und zehn Prozent", sagte Bob Austrian, Analyst bei der Banc of America Securities. Siebel-Aktien stiegen am Donnerstag im frühen Geschäft an der US-Technologiebörse Nasdaq 2,78 Prozent auf 26,62 Dollar. SAP-Papiere verloren demgegenüber in Frankfurt 0,45 Prozent auf 153,90 Euro. Zuvor hatten die Walldorfer einen Quartalsgewinn bekannt gegeben, der deutlich unter den Erwartungen von Reuters befragter Analysten lag.

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