Software zur Integration
IBM sieht rosige Zukunft

Geschäftsprozesse mit jeweils unterschiedlichen Software-Anwendungen werden über das Internet miteinander vernetzt und und dadurch effizienter.

dpa STUTTGART. Der Computerkonzern IBM will künftig noch stärker auf die Integration von Unternehmenssoftware setzen. "Der Weltmarkt in diesem Segment wird sich in den nächsten fünf Jahren verdoppeln", sagte der neue Deutschland-Chef des Software-Geschäfts bei IBM, Jürgen Gallmann.

Der IBM-Partner SAP hatte in den vergangenen Wochen mehrfach angekündigt, selbst in den Bereich der Software-Infrastruktur, der so genannten Middleware, zu expandieren und die eigenen Anwendungen mit den Programmen fremder Anbieter zu verzahnen. "Wir sind ständig in Kontakt und werden noch ein klärendes Gespräch führen, wie sich SAP an dieser Stelle positioniert", sagte Gallmann. "Wir wollen uns nicht in die Quere kommen." IBM und SAP hatten erst im vergangenen Juni einen Ausbau ihrer Partnerschaft bei Internet-Software bekannt gegeben. IBM wolle an seiner Domäne Middleware festhalten und sich nicht in andere Richtungen entwickeln, sagte Gallmann. Die Mischung aus Allianzen und Wettbewerb gilt als typisch für die Software-Branche. Die Expansion in neue Geschäftsbereiche hat jedoch den Wettstreit auch zwischen Partnern wie Microsoft und SAP in jüngster Zeit verschärft.

Gallmann betonte, das Modell gleichzeitiger Kooperation und Konkurrenz werde auch in Zukunft bestehen bleiben. "Man muss allerdings bei den Allianzen noch erkennen können, wo die Kernkompetenz der einzelnen Unternehmen liegt." IBM hatte im Januar den Integrationsspezialisten CrossWorlds Software übernommen. "Das Stück hatte uns noch gefehlt", meinte Gallmann.

Im vierten Quartal 2001 hat IBM in seinen Software-Segmenten Datenbanken und Internet-Middleware die Umsätze um mehr als 40 Prozent gesteigert, während die direkten Wettbewerber Oracle und BEA Systems Rückgänge verzeichnen mussten. "Bei Datenbanken haben wir Oracle in Europa bereits überholt, weltweit liegen wir Kopf an Kopf", sagte der IBM-Manager.

Bei der Middleware entstehe eine zusätzliche Nachfrage durch die elektronische Geschäftsabwicklung per Mobilfunk. In Deutschland wolle IBM 2002 vor allem neue Kunden im Mittelstand hinzugewinnen. Gallmann rechnet für das zweite Halbjahr mit einem Anziehen der Investitionen für Software.

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