Softwareentwicklung: Programme aus dem Baukasten

Softwareentwicklung
Programme aus dem Baukasten

Veraltete Software muss künftig nicht mehr komplett ersetzt werden. Wurde das Programm in Form von verschiedenen Bausteinen mit definierten Schnittstellen erstellt, können veraltete Teile ausgetauscht werden.

HB/hsn DÜSSELDORF. So können beispielsweise einmal entwickelte Steuerungsprogramme zumindest in Teilen wiederverwertet werden. Entwickelt wurde die Methode der so genannten "komponentenbasierten Softwareentwicklung" von Forschern des Fraunhofer-Instituts für Experimentelles Software Engineering (IESE). Sie wollen für ihre Technik nun auf der Computermesse Cebit werben.

Die Forscher verdeutlichen die Funktionsweise der Softwareentwicklung mit einem Legoroboter, der mit einer komponentenbasierten Steuerung automatisiert wurde. Der Automat zieht seine Kreise und sammelt leise brummend Kugeln ein. Um dem Legoroboter ein neues Verhaltensmuster zu geben, reicht der Austausch eines einzelnen Softwarebausteins: Anstatt weiter stupide und brav im Kreis herumzufahren und einzusammeln, was im Wege liegt, orientiert sich dieser nun selbstständig, registriert die Positionen der Kugeln, steuert sie an und sammelt sie auf.

"Das eigentlich Neue an der Methode ist ein sehr detailliertes Modell, das der Programmierung zu Grunde liegt und künftige Schnittstellen für die Softwarebausteine von vornherein festlegt", sagt IESE-Forscher Christian Bunse. "So können Teilsysteme, die einmal entwickelt wurden, aus dem Kontext herausgelöst und in neue Anwendungen integriert werden.

Gerätehersteller, die ein neues Produkt auf den Markt bringen wollen, können mit dieser Methode künftig bereits vorhandene Bausteine von Steuerungssoftware übernehmen. Bisher ließen sich bewährte und funktionstüchtige Komponenten nur mit großem Aufwand aus bereits fertigen Programmen herausdestillieren.

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