Softwareschmiede hatte Anteile an Commerce One im Juni auf 20 Prozent aufgestockt
SAP muss Halbjahresüberschuss nach unten revidieren

Das Walldorfer Softwarehaus SAP muss nach eigenen Angaben seinen Halbjahresüberschuss um rund 90 Millionen Euro nach unten revidieren. Grund dafür seien Verluste beim US-Softwareanbieter Commerce One, an dem SAP beteiligt ist, sagte SAP-Sprecher Herbert Heitmann am Wochenende.

Reuters WALLDORF. "Es ist eine rein buchhalterische Maßnahme nach US-GAAP (Bilanzierungsstandard)", sagte Heitmann weiter. "Wenn man unseren 2,6-prozentigen Anteil an Commerce One im ersten Quartal und unsere 4,4-prozentige Beteiligung im zweiten Quartal nimmt, kommt man auf ungefähr 90 Millionen Euro", sagte er mit Blick auf die erforderliche Korrektur des Reingewinns im ersten Halbjahr. Dieser werde sich demnach auf 233 Millionen Euro von 323 Millionen Euro reduzieren.

Die auf Software für Internet-Marktplätze spezialisierte Commerce One hatte am Donnerstag einen höher als erwartet ausgefallenen Verlust von 2,06 Milliarden Dollar für das zweite Quartal bekannt gegeben. Zur Begründung nannte das Unternehmen unter anderem die globale wirtschaftliche Abkühlung. Commerce One hatte für das erste Quartal einen Netto-Verlust von 228,5 Millionen Dollar ausgewiesen.

Im vergangenen Monat hatte der größte europäische Softwarekonzern seine Beteiligung an Commerce One für 225 Millionen Dollar auf 20 Prozent aufgestockt und damit mehr als vervierfacht. Der neue Anteil zähle zwar erst in der Bilanz des dritten Quartals, erfordere aber eine rückwirkende Berücksichtigung der bisherigen Beteiligungsquoten an Commerce One bei der Berechnung des Überschusses, sagte Heitmann.

Das Walldorfer Softwarehaus hatte am Donnerstag Quartalszahlen vorgelegt, die die Erwartungen von Branchenexperten übertrafen, und sich für den weiteren Jahresverlauf optimistischer als viele seiner Konkurrenten gezeigt.

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