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Softwaretitel vorbörslich schwächer

Sie waren es gestern, sie dürften es auch heute sein - die Rede ist von den Software-Titeln. Die schlechte Performance der Computer-Softwareaktien trübte am Dienstag die Stimmung der Anleger. Das Resultat: Die Titel führten den Nasdaq-Index in den größten Punktverlust seit zwei Monaten. "Günstig zum Einstieg" könnte man meinen - doch negative Nachrichten bei Computer Associates belasten bereits vor Handelsbeginn den Software-Sektor.

Computer Associates, der viertgrößte Softwarehersteller der USA, wird voraussichtlich mit den Quartalszahlen enttäuschen. Statt des prognostizierten Gewinns von 56 Cents je Aktie rechnet das Unternehmen im zweiten Quartal nun mit einem Ertrag zwischen 50 und 54 Cents pro Papier. Damit würde Computer Associates zum zweiten Mal in Folge die Erwartungen der Analysten enttäuschen. Bereits im vorherigen Quartal erfüllte das Unternehmen die Prognosen wegen Problemen in Europa und eines schwächeren Umsatzwachstum nicht. Die Aktie stürzte damals um 42 Prozent ab. Computer Associates tendiert nun nahe am 52-Wochentief und verliert vorbörslich. Auch BEA Systems und Peoplesoft geben vor Handelsstart an Punkten ab.



Eine Gewinnwarnung spricht auch Knight Securities aus. Der Online-Broker warnt die Anleger am Morgen, dass das Quartalsergebnis die Schätzungen um ganze 58 Prozent verfehlen könnte. Knight begründet die Entwicklung mit dem momentan rückläufigen Interesse am Onlinehandel. Vorbörslich verliert der Titel an Wert.



Doch zum Glück gibt es vor Handelsstart auch erfreuliche Nachrichten. Für positive Impulse sorgt PepsiCo. Mit guten Quartalszahlen erfreut der Brausehersteller die Anleger. Coca Colas größter Konkurrent steigerte im dritten Quartal den Gewinn pro Aktie um satte 17 Prozent. PepsiCo übertraf die Schätzungen der Analysten von 40 Cents pro Aktie damit um einen Cent. Im Vorjahresvergleich legte der Umsatz um sieben Prozent auf 4,9 Milliarden Dollar zu. Für neuen Wind im Unternehmen wird das Personalkarussell in Kürze sorgen. CEO Roger Enrico hat seinen Rücktritt angekündigt. Ein Nachfolger scheint schon gefunden: Chief Operating Officer Steve Reinemund. Auch Abfüllbetrieb Pepsi Bottling, an dem PepsiCo rund 40 Prozent der Anteile hält, veröffentlichte vor Handelsbeginn erfreuliche Quartalszahlen. Mit 82 Cents pro Aktie liegt das Unternehmen zwei Cents über den Gewinnerwartungen.



Augen auf heißt es für die Anleger auch bei Medienwert Walt Disney. Der Konzern dürfte solide Quartalszahlen melden. Unter anderem sollen die Werbeeinnahmen aus der sehr populären TV-Show "Who Wants to Be a Millionaire" zu dem guten Ergebnis beigetragen haben. Kostensenkungen und höhere Gewinnmargen bei dem Verkauf von DVDs sollen in Zukunft für gute Geschäftszahlen sorgen, so CEO Michael Eisner auf einer Investorenkonferenz.



Interessante Neuigkeiten sorgen bei AT&T für Aufmerksamkeit. Die größte US-Telefongesellschaft tendiert dazu, den Ferngesprächsbereich abzuspalten, das meldet zumindest das Wall Street Journal. Angesichts des schwachen Aktienkurses waren von Investoren seit längerem gravierende Maßnahmen gefordert worden. Nun scheint AT&T aktiv zu werden. Darüber hinaus setzt der Mobilfunkarm, AT&T Wireless, die Fusionsgespräche mit Nextel und anderen potentiellen Kooperationspartnern wie British Telecom fort.



Das Interesse der Anleger dürfte heute auch Ivax gelten. Das Pharmaunternehmen erhielt die Genehmigung das generische Medikament zu Bristol Myer´s Anti-Krebs-Präparat Taxol zu vertreiben. Der Wert kann vorbörslich an Wert gewinnen.



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