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Soko Levke konzentriert Ermittlungen auf NRW

Im Fall der wahrscheinlich getöteten Levke aus Cuxhaven konzentriert die Polizei ihre Ermittlungen jetzt auf Nordrhein-Westfalen. Seit Donnerstag verstärken 25 Beamte der Sonderkommission Levke die Mordkommission aus Hagen.

dpa CUXHAVEN/OLPE. Im Fall der wahrscheinlich getöteten Levke aus Cuxhaven konzentriert die Polizei ihre Ermittlungen jetzt auf Nordrhein-Westfalen. Seit Donnerstag verstärken 25 Beamte der Sonderkommission Levke die Mordkommission aus Hagen.

Diese führt die Ermittlungen zu der am Montag bei Attendorn (Kreis Olpe) gefundenen Mädchenleiche. Dabei handelt es sich nach Polizeiangaben höchstwahrscheinlich um die acht Jahre alte Levke. Das Ergebnis der DNA-Analyse, die hundertprozentige Klarheit bringen soll, wird möglicherweise erst in einigen Tagen vorliegen.

Die Ermittler aus Cuxhaven wollen sich am Fundort der Leiche in dem nahezu unzugänglichen Waldgebiet einen Überblick über die vorgefundenen Spuren verschaffen. Sie wollen ferner eine früher verfolgte Spur im Raum Siegburg bei Bonn wieder aufnehmen. Die Stadt liegt 60 Kilometer Luftlinie von Attendorn entfernt. Die Beamten wollen zudem herausfinden, ob es Verbindungen zwischen dem Wohnort Levkes und dem Fundort der Leiche gibt.

Unklar ist, wann und wie die Mädchenleiche in dem etwa 260 Meter langen, undurchdringlichen Dickicht bei Attendorn abgelegt wurde. Dort hatte ein Pilzsammler die Leiche entdeckt. Der Täter muss nach Aussagen des Leiters der Mordkommission Hagen, Ralf Eickler, gute Ortskenntnisse gehabt haben. Die Polizei schließt aus, dass der Fundort und Tatort übereinstimmen.

Die DNA-Analyse ist nach Polizeiangaben schwierig, weil es an dem gefundenen Skelett kaum DNA-Material gibt. "Es kann noch Tage dauern, bis ein Ergebnis vorliegt", sagte ein Beamter. Auch die Ermittlung der Todesursache sei nicht leicht. Ein Biologe soll ermitteln, wann die Leiche dort abgelegt wurde. Zur Zeit geht die Soko Levke davon aus, dass das Mädchen kurz nach seinem Verschwinden aus Cuxhaven getötet wurde. Die Achtjährige war am 6. Mai nach der Rückkehr aus der Schule spurlos vom elterlichen Grundstück verschwunden.

Die Polizei durchkämmte am Donnerstag mit Leichenspürhunden erneut den Wald rund um den Fundort des Skeletts. Die Beamten suchten nach Leichenteilen und Kleidungsstücken sowie nach der Brille von Levke, erläuterte Einsatzleiter Peter Döscher. Der Jagdpächter des Gebiets sei über Nester von Elstern befragt worden, die möglicherweise die Brille weggeschleppt haben. Die Durchsuchung des mehrere tausend Quadratmeter großen Gebiets werde einige Tage dauern.

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