"Solidarmodell"
Kraftwerksbetreiber wollen angeblich Risikovorsorge unterlaufen

ddp HAMBURG. Wenige Tage vor der geplanten Unterzeichnung der Atomkonsens-Vereinbarung bahnt sich nach einem Bericht des "Spiegel" in der Frage der Schadensvorsorge neuer Streit zwischen Bundesregierung und den Stromkonzernen an. Wie das Magazin am Freitag vorab berichtet, wollen die Kraftwerksbetreiber Eon Energie, RWE Power, Energie Baden-Württemberg und Hamburgische Electricitäts-Werke die im Atomkonsens vereinbarte Verzehnfachung der Risikovorsorge für einen Störfall mit einem "Solidarmodell" unterlaufen.

So wollten die vier Betreiber bei einem Atomunfall gemeinsam für den Schaden einstehen. Kritik an den Plänen äußerten dem Bericht zufolge sowohl Fachbeamte im Bundesumweltministerium wie auch die Versicherungen. Nach dem im Juni vergangenen Jahres vereinbarten Atomkonsens müssen die Betreiber ihre Deckungsvorsorge von bisher 500 Millionen auf fünf Milliarden Mark erhöhen. Das Geld soll eventuelle Schadensersatzansprüche im Falle eines Unfalls abdecken. Nach dem "Solidarmodell" würden sich die Betreiber laut «Spiegel» gegenseitig versichern. Die Unterzeichnung der Vereinbarung zur Umsetzung des Atomkonsenses ist für 11. Juni geplant.

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