Somalia besonders gefährlich
Piraten schlagen wieder häufiger zu

Nach dem am Mittwoch vorgestellten Bericht für das erste Halbjahr 2002 stieg die Anzahl der Fälle von Piraterie auf 171 von 165 im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

rtr LONDON. Die Piraterie auf den Weltmeeren nimmt nach Untersuchungen des in London ansässigen International Maritime Bureau (IMB) zu, wobei die Gewässer vor Somalia als besonders gefährlich gelten. Allein in den von vielen Inseln geprägten indonesischen Gewässern listete das IMB 44 Übergriffe auf See auf. Vor der Küste Indiens wurden zwölf Fälle und vor der Bangladeschs elf Fälle ausgemacht. Am weitaus gefährlichsten gehe es aber in den somalischen Gewässern zu, erklärte das IMB.

Hier von bewaffneten Banditen überfallen zu werden habe schon früher als Möglichkeit in Betracht gezogen werden müssen, heute aber könne man mit Sicherheit davon ausgehen. "Jedes Schiff, dass die Fahrt verlangsamt oder in Küstennähe stoppt, wird von diesen Gangstern geentert." Die Banditen versuchten dann, vom Eigner des Schiffs für die Freilassung der Mannschaft und Rückgabe des Schiffes Geld zu erpressen. Trotz eines von den Vereinten Nationen gegen Somalia verhängten Waffenembargos werde rege mit Waffen und Munition gehandelt, hieß es in dem Bericht weiter.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%