Sommer: Freiwillige Arbeitsauszeit sollte gefördert werden
DGB: Anreize durch Grundeinkommen

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat ein steuerfinanziertes einheitliches Grundeinkommen für Arbeitnehmer vorgeschlagen, die zwei oder drei Jahre vom Berufsleben pausieren wollen.

Reuters BERLIN. So könnten stärkere Teilzeit-Anreize geschaffen und die Arbeitslosigkeit wirksam bekämpft werden, sagte DGB-Chef Michael Sommer in der Zeitung "Die Welt" am Montag.

Die Beschäftigten seien eher bereit, weniger zu arbeiten, wenn sie ein Grundeinkommen erhielten, sagte Sommer weiter. "Die Arbeitnehmer brauchen stärkere Anreize als bisher, in Teilzeit zu gehen oder auch für einmal zwei oder drei Jahre eine Auszeit aus dem Berufsleben zu nehmen, um sich weiterzubilden, um zu reisen, um neue Energie aufzutanken oder um sich stärker der gemeinsamen Kindererziehung zu widmen."

Wer eine Auszeit vom Berufsleben nehmen wolle, "sollte ein steuerfinanziertes einheitliches Grundeinkommen erhalten, damit er ausreichend abgesichert ist und sein Lebensmodell verwirklichen kann", sagte der DGB-Chef der Zeitung. Es komme darauf an, dass sich die Beschäftigten eine Arbeitszeitverkürzung auch leisten könnten. "Hinzu kommt, dass die Menschen mehr Freiheit im Berufsleben brauchen."

Sommer betonte, dass auch sozial Schwächere eine Grundsicherung erhalten sollten. "Eine soziale Grundsicherung sollte nicht nur jenen helfen, die freiwillige Auszeiten nehmen. Sondern sie sollte auch jenem Drittel unserer Gesellschaft helfen, das droht, aus dem sozialen Zusammenhalt hinaus gedrängt zu werden", sagte der Gewerkschaftschef.

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