Sommer will mit Ackermann reden
Spekulation um bevorstehende Verkäufe von T-Aktien belastet Kurs

Spekulationen um bevorstehende Verkäufe von Telekom-Aktien im großen Stil haben die Anleger weiter verunsichert. Bis zum Dienstagmittag verlor die T-Aktie 2,25 Prozent auf 16,91 Euro. Der DAX lag dagegen nur mit 0,13 Prozent im Minus.

AP HAMBURG. Der Vizepräsident der Sonera-Investor-Relations-Abteilung, Samppa Seppola, hatte der `Financial Times Deutschland" den Angaben zufolge gesagt: `Wir werden unseren ganzen Anteil an der Telekom abbauen".

Nach Angaben eines Telekom-Sprechers hat Sonera aber zugesichert, die Anteile in voller Kooperation mit der Telekom zu verkaufen. Der Verkauf von 12 Millionen Aktien im Mai mit der Dresdner Bank sei völlig geräuschlos verlaufen, betonte der Sprecher.

Sonera hatte in der Vergangenheit mehrfach signalisiert, dass es sich bei seinem Anteil an der Telekom nicht um ein strategisches Investment handele. Der finnische Telekommunikationskonzern hatte bei der Übernahme der US-Unternehmen Voicestream und Powertel durch die Telekom T-Aktien erhalten. Sonera besitzt derzeit noch etwa 72 Millionen T-Aktien. Allerdings darf das finnische Unternehmen zwischen dem 1. September und Ende November nur 40 Prozent minus den bereits den verkaufen Aktien abgeben.

Frank Wellendorf, Analyst bei WestLB Panmure nannte die Aussage Soneras prinzipiell nichts Neues. Das Verhalten des Telekommunikationskonzerns sei allerdings dennoch überraschend. Als Großverkäufer würde er den Markt nicht noch stärker verunsichern, sagte Wellendorf. Den aktuellen Kursrutsch führte der Analyst vor allem auf die generelle Verunsicherung über die T-Aktien zurück, die noch auf den Markt kommen könnten. Theoretisch könnten noch rund 520 Millionen T-Aktien von Großaktionären verkauft werden.

Sommer will laut Bericht mit Deutsche Bank-Chef sprechen

Ein Verkauf von 44 Millionen T-Aktien Anfang August hat zu schweren Verstimmungen zwischen der Telekom und der Deutschen Bank geführt, die im Auftrag eines Kunden handelte, ohne die Telekom nach deren Angaben zu informieren. Der Verkauf hatte einen Kurssturz bei den Telekom-Aktien zur Folge. Nach Informationen der `FTD" ist nun ein Gespräch zwischen Telekom-Chef Ron Sommer mit Deutsche Bank-Vorstandsmitglied Josef Ackermann oder Vorstandschef Rolf Breuer geplant. Ein Telefongespräch zwischen Telekom-Finanzvorstand Gerhard Eick und Ackermann sei nicht sehr aufklärend gewesen, habe es geheißen.

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