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Sommerfestival im Palast der Republik - Union für schnellen Abriss

Berlin (dpa) - Mit einem kulturellen Festival im Spätsommer soll der Palast der Republik in Berlin erstmals seit seiner Schließung vor 14 Jahren über einen längeren Zeitraum wieder zum Leben erweckt werden. Vom 20. August bis 31. Oktober sind Konzerte, Theater- und Tanzprojekte, Filmvorführungen, Lesungen, Konferenzen und Performances geplant, wie Vertreter des Vereins «Zwischen Palast Nutzung» am Montag bei einer Pressekonferenz im astbesanierten und entkernten Palast mitteilten.

Berlin (dpa) - Mit einem kulturellen Festival im Spätsommer soll der Palast der Republik in Berlin erstmals seit seiner Schließung vor 14 Jahren über einen längeren Zeitraum wieder zum Leben erweckt werden. Vom 20. August bis 31. Oktober sind Konzerte, Theater- und Tanzprojekte, Filmvorführungen, Lesungen, Konferenzen und Performances geplant, wie Vertreter des Vereins «Zwischen Palast Nutzung» am Montag bei einer Pressekonferenz im astbesanierten und entkernten Palast mitteilten.

Erste Führungen und Konzerte hatte es bereits im vergangenen Jahr gegeben. Gegenwärtig ist dort eine Ausstellung mit der «Terrakotta- Armee» zu sehen. Die Schirmherrschaft für das neue Projekt hat Kultursenator Thomas Flierl (PDS) übernommen. Die Projekte werden vom Hauptstadtkulturfonds und der Bundeskulturstiftung finanziell unterstützt. Hauptveranstalter der verschiedenen Projekte sind das Hebbel am Ufer (HAU) mit Matthias Lilienthal und die Sophiensäle.

Die kulturelle Zwischennutzung soll die vom Bundestag getroffene Entscheidung zum Abriss des Palastes und zur Errichtung eines neuen Gebäudes mit den barocken Schlossfassaden «politisch nicht in Frage stellen», betonte Flierl. Einen Abriss vor der Festlegung einer künftigen Nutzung des neuen Gebäudes lehne er aber ab. Nach den bisherigen Planungen soll mit dem Abriss des Palastes Anfang 2005 begonnen werden. Der Verein hat aber bereits einen Antrag auf eine Verlängerung der Zwischennutzung ab 1. September 2004 gestellt.

Inzwischen hat die Unionsfraktion im Bundestag in einem Antrag den schnellstmöglichen Abriss des Palastes verlangt. Die Bundesregierung sollte die Pläne dazu noch im Herbst 2004 vorlegen und dabei auch die Errichtung eines Einheits- und Freiheitsdenkmals berücksichtigen. Gleichzeitig sollte sich die Regierung stärker als bisher dafür einsetzen, dass keine öffentlichen Mittel für die Zwischennutzung des Palastes ausgegeben werden.

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