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Sommerwetter lockt Schnäppchenjäger - positive SSV-Halbzeitbilanz

(dpa-AFX) Hamburg - Das Sommerwetter hat beim ersten freiwilligen Sommerschlussverkauf (SSV) im deutschen Einzelhandel viele Schnäppchenjäger angelockt. Nach einer dpa-Umfrage in den Bundesländern fiel die Halbzeitbilanz überwiegend positiv aus. Im Norden und Nordosten, aber auch in Thüringen, Sachsen, Bayern und Baden-Württemberg zeigten sich der Handel zumeist "zufrieden". In Berlin und einigen anderen Bundesländern wie Brandenburg, Sachsen- Anhalt, Hessen und Rheinland-Pfalz war die Bilanz eher "durchwachsen".

(dpa-AFX) Hamburg - Das Sommerwetter hat beim ersten freiwilligen Sommerschlussverkauf (SSV) im deutschen Einzelhandel viele Schnäppchenjäger angelockt. Nach einer dpa-Umfrage in den Bundesländern fiel die Halbzeitbilanz überwiegend positiv aus. Im Norden und Nordosten, aber auch in Thüringen, Sachsen, Bayern und Baden-Württemberg zeigten sich der Handel zumeist "zufrieden". In Berlin und einigen anderen Bundesländern wie Brandenburg, Sachsen- Anhalt, Hessen und Rheinland-Pfalz war die Bilanz eher "durchwachsen".

Als Renner erwiesen sich in der ersten Woche Sommerkleider und - anzüge, T-Shirts sowie Bademoden und Trend-Schuhe wie Flip-Flops. "Für den Einzelhandel hat der Sommer gerade noch rechtzeitig Deutschland erreicht", sagte der Sprecher des Hauptverbandes des Deutschen Einzelhandels (HDE), Hubertus Pellengahr, in einem dpa- Gespräch.

"In der ersten Schlussverkaufswoche sind die Umsätze zu den Vorwochen deutlich gestiegen", sagte Pellengahr. Schon zur Halbzeit zeichne sich ab, das der traditionelle Schlussverkauf auch nach Wegfall der staatlichen Regelung die erfolgreichste Rabattaktion des Handels bleibe. "Die Kunden wissen, "die Waren müssen aus den Lägern raus" und vertrauen den Rabatten", sagte Pellengahr. "Die verbilligten Waren wurden noch einmal kräftig reduziert."

Über Erwartungen gut liefen die Rabattaktionen mit bis zu 80 Prozent Preisreduzierungen vieler Händler in Mecklenburg-Vorpommern. Es habe ein Umsatzplus von 7 bis 8 Prozent, örtlich sogar von 15 Prozent gegeben, sagte der Geschäftsführer des Einzelhandelsverbandes Nord-Ost, Heinz Kopp, der dpa. Vor allem die Feriengäste hätten zum Umsatzplus beigetragen. Auch in Köln beflügelten Touristen das Geschäft. In den größeren Städten Thüringens nutzten viele Familien den Samstag für einen Einkaufsbummel. Das warme Wetter beflügelte nach eher verhaltenem Start auch den SSV in Niedersachsen, Baden- Württemberg und Bayern. Allerdings schränkte Bernd Ohlmann vom Landesverband des Bayerischen Einzelhandels ein, "die Leute sehnen sich eher nach Badeweiher und Biergarten als nach Schnäppchen und Rabatten".

In Berlin berichtete der Handel nur über ein "mäßiges Geschäft". Nach der ersten Woche seien die Umsätze im Schnitt unter Vorjahr. In Brandenburg, aber auch in Hessen und Rheinland-Pfalz stieß der SSV auf ein höchst geteiltes Echo. In der Lausitz meldeten Händler sogar rückläufige Umsätze im zweistelligen Bereich zum Vorjahr.

Der Handel erhofft sich vom Schlussverkauf eine Ankurbelung des Geschäfts im zweiten Halbjahr. "Einkaufen hebt die Stimmung, und die brauchen wir, damit wir in diesem Jahr noch ein leichtes Umsatzplus von 0,5 Prozent erreichen können", sagte HDE-Sprecher Pellengahr. In den ersten sechs Monaten 2004 wurden 1,5 Prozent weniger Umsatz als im Vorjahr erzielt. Da sich gut zwei Drittel der Händler an der freiwilligen Aktion beteiligten, ziehe der SSV viel mehr Menschen in die Einkaufsstraßen als eine einzelne Preissenkungsaktion einer Handelskette. "Wenn der Schlussverkauf funktioniert, kann er deshalb helfen, die Zahl ganzjährigen Rabattschlachten einzudämmen", sagte der HDE-Sprecher.

Pellengahr ist optimistisch, dass es auch weiterhin freiwillige Schlussverkäufe zu den traditionellen Terminen geben wird. "Nach dem Schlussverkauf ist vor dem Schlussverkauf. Wir arbeiten daran, dass sich im Winter noch mehr Händler der gemeinsamen Aktion anschließen."

Bei den unzähligen Rabattaktionen haben in Deutschland viele Verbraucher mit ihren Einkäufen allerdings nicht bis zum Sommerschlussverkauf gewartet. Das ergab eine Umfrage des Instituts polis im Auftrag der dpa. Lediglich 12 Prozent der Befragten gaben an, sie hätten ihre Käufe bis zum SSV hinausgezögert, um Schnäppchen mitzunehmen. Zugleich haben drei Viertel nicht den Eindruck, dass mit dem Fall der Hürden für ganzjährige Rabattaktionen die Waren allgemein billiger geworden seien. Befragt wurden 1.013 repräsentativ ausgesuchte Personen im Alter über 14 Jahren.

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