Sondererlöse durch den Verkauf von Wertpapieren
Depfa steigert den Konzerngewinn

Die Staatsfinanzierungsbank Depfa Bank plc hat nach neun Monaten des Jahres 2002 unter anderem wegen niedrigeren Steuern und Sondereffekten ihren Konzerngewinn um 16,9 Prozent auf 166 Millionen Euro gesteigert.

Reuters FRANKFURT. Die Ertragssteuern seien um 56,7 Prozent auf 26 Millionen Euro zurückgegangen, teilte die Bank am Mittwoch mit. Der Vorsteuergewinn sank um 11,4 Prozent auf 203 Millionen Euro. Die Bank werde ihr Ziel eines Nettogewinns von 200 Millionen Euro und einer Eigenkapitalverzinsung von rund 20 Prozent nach Steuern für 2002 erreichen. Nach neun Monaten habe der Return on Equity nach Steuern bei 21,6 Prozent nach 18,4 Prozent im Vergleichszeitraum gelegen.

Die gesamten Erträge der ersten neun Monate gab die Bank mit 266 (VJ: 250) Millionen Euro an. Bereits im ersten Quartal hatte die Depfa nach eigenen Angaben hohe Sondererlöse durch den Verkauf von Wertpapieren, vor allem von Bonds, erzielt.

Der Zinsüberschuss blieb mit 281 Millionen Euro nahezu unverändert. Das Handelsergebnis war mit einem Verlust von 112 Millionen Euro nach Minus 37 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum erneut negativ. Hier habe sich vor allem die Bewertung von Derivaten mit minus 20 Millionen Euro belastend ausgewirkt. Diesen stünden allerdings entsprechend höhere unrealisierte Reserven im Eigenkapital gegenüber. Der Provisionsüberschuss lag unverändert bei einer Million Euro.

Die Verwaltungskosten der Depfa stiegen deutlich um 52,4 Prozent auf 64 Millionen Euro. Im dritten Quartal hätten die Kosten mit 21 Millionen Euro jedoch um fünf Millionen Euro unter denen des Vorquartals gelegen.

Die in Dublin ansässige Depfa Bank ist aus der Aufspaltung der alten Depfa-Gruppe in eine rechtlich jeweils selbstständige Staatsfinanzierungsbank und eine Immobilienbank hervorgegangen. Die Depfa teilte mit, dass sie angesichts der bevorstehenden Öffnung der Indizes der Deutschen Börse für ausländische Werte für den kommenden März ihre Aufnahme in den neuen MDax beantragen werde. Bislang ist dort lediglich die aus der Aufspaltung hervorgegangene Immobilienbank Aareal gelistet, die weiterhin in Wiesbaden ansässig ist.

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