Sonderermittler: Clinton hätte leicht wegen Meineids angeklagt werden können
Lewinsky-Bericht: Genügend Beweise gegen Clinton

In der Affäre um Bill Clinton und seiner Praktikantin Monica Lewinsky hat es genügend Beweise für einen Meineid-Prozess gegen den damaligen US-Präsidenten gegeben.

dpa WASHINGTON. Dies stellt Sonderanwalt Robert Ray im Schlussbericht zur 1998 begonnenen Affäre fest, der am Mittwoch veröffentlicht wurde. Er habe trotzdem gegen eine Anklage entschieden, weil andere Alternativen "außerhalb einer Strafverfolgung" zur Verfügung gestanden hätten.

Ray ist Nachfolger von Sonderanwalt Kenneth Starr, der seinerzeit den Hauptteil der Ermittlungen in der Sexaffäre geleitet hatte. Clinton hatte zunächst unter Eid geleugnet, intime Beziehungen zu Lewinsky gehabt zu haben. Unmittelbar vor seinem Ausscheiden aus dem Amt im Januar 2001 hatte Clinton dann gemäß einer Vereinbarung mit Ray eingeräumt, wissentlich falsche und irreführende Angaben gemacht zu haben. Er akzeptierte zudem eine fünfjährige Aussetzung seiner Anwaltszulassung im Bundesstaat Arkansas und erklärte sich zur Zahlung einer Buße von 25 000 Dollar bereit. Im Gegenzug stellte Sonderanwalt Ray die Ermittlungen gegen Clinton ein und verzichtete auf eine Strafverfolgung.

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