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Sondererträge hieven Ford-Werke AG in die Gewinnzone

Die Kölner Ford-Werke hat im abgelaufenen Jahr bei einem gesunkenen Umsatz auf Grund von Sondererträgen einen deutlichen Gewinn erwirtschaftet.

rtr/dpa KÖLN. Der Überschuss habe 420,6 Mill. DM betragen, nachdem im Vorjahr noch ein Verlust von 434,2 Mill. DM angefallen sei, teilte die deutsche Tochter des US-Konzerns Ford mit.

"Wichtigste Faktoren für den Überschuss waren als Einmaleffekte der Verkauf der bisherigen Beteiligung an der Ford Credit Europe sowie die Ausgliederung der Komponenten- und Teileproduktion an Visteon", hieß es. Im operativen Bereich sei der Fehlbetrag um rund 100 Mill. auf 335 Mill. DM vermindert worden. Zu diesem Minus haben laut Finanzvorstand Gerhard Klein enorme Währungsverluste beigetragen. Der Umsatz habe mit 25,645 Mrd. DM ein Prozent unter dem Vorjahreswert gelegen.

Die Zahl der im abgelaufenen Jahr verkauften Fahrzeuge bezifferten die Ford-Werke mit 965 000 nach zuvor einer Million. Dabei wurden im Inland mit 257 000 (Vorjahr 294 000) weniger Fahrzeuge als vor Jahresfrist verkauft, während die Exporte auf 708 000 (706 000) Wagen stiegen. Wichtigster Exportmarkt blieb Großbritannien. Den leichten Verkaufsrückgang führt Ford auf die Modellwechsel bei Mondeo, Galaxy und Transit zurück.

Meistverkauftes Modell der Ford-Werke war im Jahr 2000 der Ford Focus. Mit gut 392 000 Einheiten übertraf er sein von Ford bereits als sehr gut bezeichnetes Vorjahresergebnis um mehr als 4 600 Fahrzeugen. Allein in Deutschland entschieden sich rund 97 000 Kunden für das in Saarlouis gefertigte Modell. Den zweiten Platz in der Kundengunst im Inland belegte der Ford Mondeo - "ungeachtet eines durch Modellwechsel bedingten Rückgangs der Verkäufe" - mit mehr als 181 000 verkauften Einheiten (1999: 222 500). An dritter Stelle folgte der Fiesta, von dem nach einem Facelift fast 171 000 Modelle verkauft werden konnten - gut 7 500 mehr als 1999. Die Produktion des neuen Fiesta soll Ende November in Köln anlaufen.

Auf dem heimischen Markt hat die Ford-Werke ihren Marktanteil im Februar 2001 auf 9,6 Prozent gegenüber 6,8 Prozent im Vorjahresmonat verbessert. Für das gesamte Jahr 2001, sagte Gerhard Klein, erwarte er einen Marktanteil von 8 bis 9 Prozent, sagte Klein. In zwei bis drei Jahren hoffe er, über 10 Prozent zu erreichen.

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