Sonderkommission der Polizei macht Jagd auf Brandstifter
Australische Buschbrände schwächen sich etwas ab

Die verheerenden Buschbrände in Australien haben sich am Donnerstag durch nachlassenden Wind und einen leichten Temperaturrückgang etwas abgeschwächt. Nach wie vor wüteten aber etwa 100 Feuer und bedrohten besonders die Außenbezirke der größten Stadt Sydney.

ap SYDNEY. Die Polizei stellte unterdessen eine Sonderkommission zusammen, die Brandstifter fassen soll. Bislang haben die Flammen, die vor etwa einer Woche ausbrachen, 140 Häuser zerstört. 4000 Menschen mussten ihre Häuser bereits verlassen, 12 000 Haushalte waren ohne Strom.

Tausende Tiere sind den Bränden bereits zum Opfer gefallen. Tierschützer berichteten am Donnerstag, unzählige Koalas, Kängurus, Vögel und Reptilien seien in den vergangenen Tagen verendet. Viele gerettete Tiere hatten so starke Verbrennungen, dass sie eingeschläfert werden mussten.

Die Behörden halten bei etwa 40 Feuern Brandstiftung für möglich. Überführten Tätern drohen je nach Schadensausmaß bis zu 14 Jahre Gefängnis. Ministerpräsident John Howard kündigte am Donnerstag an, die Regierung werde Katastrophenhilfe in Höhe von einer Millionen australischen Dollar (0,58 Mill. Euro - 1,13 Mill. Mark) leisten. "Mein Mitgefühl und das aller anderen Australier geht zu allen Betroffenen", sagte der Politiker.

Rund 1000 weitere Personen mussten am frühen Donnerstag in der Umgebung von Sydney evakuiert werden. Über der Stadt hingen dichte Rauchschwaden. Zahlreiche Personen mussten mit Atembeschwerden behandelte werden. Schwere Verletzungen gab es bislang aber nicht. Im Westen Sydneys rückten die Flammen bis auf 25 Kilometer an die Stadt heran. Bedroht ist der Vorort Heathcote, wo sich auch der zweitälteste Nationalpark der Welt befindet. Mehr als 4000 Feuerwehrleute sind in New South Wales im Einsatz. Verstärkung aus anderen australischen Staaten wurde angefordert.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%