Sondierungsgespräch erfolgreich
Chancen für Zeitarbeits-Branchentarif steigen

Der Abschluss eines Rahmentarifvertrags für die rund 340 000 Beschäftigten der deutschen Zeitarbeitsunternehmen rückt offenbar näher.

ddp BERLIN. Ein erstes Sondierungsgespräch der IG Metall und der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi mit der Interessengemeinschaft Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (iGZ) habe zwar noch einen sehr großen Diskussionsbedarf aufgezeigt. Nach Ansicht aller Beteiligten gebe es aber gute Chancen für die Einigung auf ein "für alle Betroffenen nutzbringendes Gesamtpaket", teilte Verdi am Dienstag in Berlin mit.

Gewerkschaften und iGZ stimmten im Grundsatz überein, die besonderen Rahmenbedingungen in der Zeitarbeitsbranche über Verhandlungen zwischen den Tarifparteien festzulegen und nicht der Gestaltung durch den Gesetzgeber zu überlassen. Nicht zuletzt durch die Diskussion über das Arbeitsmarktkonzept der Hartz-Kommission werde Leiharbeit in der Öffentlichkeit stärker beachtet. Auch der im internationalen Vergleich sehr geringe Anteil der Zeitarbeit von 0,9 Prozent der Gesamtbeschäftigten lasse einen Anstieg der Zeitarbeitsverhältnisse erwarten, betonten ver.di und IG Metall. Daher werde die sozialverträgliche Gestaltung der Leiharbeit "immer dringlicher".

Die iGZ, die bundesweit 800 Zeitarbeitsunternehmen vertritt, und die Gewerkschaften wollen die Sondierungsgespräche am 7. Oktober fortsetzen. Auf dem Treffen sollen Fragen zum Mindestlohn, Garantieregelungen, Arbeitszeiten und anderen Punkten "inhaltlich konkretisiert" werden.

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