Sondierungsgespräche
Verdi ruft zu Streiks im Bankgewerbe auf

Mit Streiks im Bankgewerbe in Nordrhein- Westfalen und Berlin will die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi an diesem Donnerstag ihren Druck auf die Arbeitgeber in der laufenden Tarifrunde erhöhen. Parallel soll ein Sondierungsgespräch zwischen Gewerkschaft und Arbeitgebern in Hannover stattfinden.

HB BERLIN/DÜSSELDORF. Die Gewerkschaft rechnet nach Angaben vom Mittwoch damit, dass sich insgesamt rund 10 000 Beschäftigte an den Arbeitsniederlegungen beteiligen.

In Nordrhein-Westfalen hat ver.di rund 7 000 Angestellte aus mehr als 700 privaten Bank-Filialen zu Demonstrationen gegen die Tarifpläne der Arbeitgeber aufgerufen. Zu einer zentralen Kundgebung in Köln werden mehrere tausend Beschäftigte erwartet.

Der Sprecher von Verdi Nordrhein-Westfalen, Jan Verstegen, kündigte weitere Streiks in der kommenden Woche an, sollte bei dem Sondierungsgespräch kein neuer Termin für eine weitere Verhandlungsrunde festgelegt werden. "Die Stimmung der Beschäftigten ist auf dem Siedepunkt", sagte Verstegen. Viele Angestellte hätten sogar lieber noch einen Tag länger gestreikt.

In den vergangenen Wochen hatten sich nach Angaben von ver.di bereits rund 26 000 Beschäftigte an zumeist eintägigen Streiks sowie an Warnstreiks beteiligt. Verdi fordert wie zuvor in anderen Branchen für die 460 000 Beschäftigten der privaten Banken, Genossenschaftsbanken sowie der öffentlich-rechtlichen Landesbanken 6,5 % mehr Lohn. Der Bankenverband hat seinen Mitgliedern eine Gehaltserhöhung auf freiwilliger Basis von 3,1 % empfohlen. Nach Verdi-Angaben gibt es jedoch noch kein offizielles Angebot der Arbeitgeber.

Die Arbeitgeber wollen Öffnungsklauseln mit der Möglichkeit erfolgsbezogener Tarifgehälter im Vertrieb wie in der Versicherungswirtschaft einführen. Auch Härtefallklauseln für betriebliche Vereinbarungen in Instituten mit Problemen sind vorgesehen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%