Sonntag und Montag
Berlin gedenkt des Mauerbaus vor 40 Jahren

Mitten im Wahlkampf und im Streit über den künftigen politischen Einfluss der PDS in Berlin wird in der Hauptstadt am Sonntag und Montag des Baus der Mauer vor 40 Jahren gedacht. Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) rief dazu auf, den Jahrestag zum Ansporn für ein stetes Eintreten für Menschenrechte und Demokratie zu nehmen.

Reuters BERLIN. Die CSU warf der von Schröder geführten SPD vor, die politischen Erben der Mauerbauer in die Regierungsverantwortung einzubeziehen. Die Berliner Führungsspitze der SED-Nachfolgepartei drückte ihr Bedauern über das von der SED zu verantwortende Unrecht aus. Die Mauer teilte Ost- und West-Berlin vom 13. August 1961 bis zum 9. November 1989.

In Berlin regiert seit dem 16. Juni ein rot-grüner Minderheitssenat, der von der PDS toleriert wird. SPD und Grüne haben nicht ausgeschlossen, auch nach der Neuwahl im Oktober mit der PDS zusammenzuarbeiten.

Die Union erinnert bereits am Sonntag an den Mauerbau und plant einen Gedenkgottesdienst sowie eine Kundgebung mit der CDU-Vorsitzenden Angela Merkel und CSU-Chef Edmud Stoiber am früheren Grenzübergang Checkpoint Charlie in der Friedrichstraße. Am Montag ist eine Gedenkveranstaltung der Stadt Berlin mit Schröder, Bundestagspräsident Wolfgang Thierse (SPD) und dem Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) geplant.

Vorgesehen sind unter anderem Kranzniederlegungen am Mahnmal für das Maueropfer Peter Fechter und in der Bernauer Straße, wo sich während des Mauerbaus dramatische Fluchtszenen abspielten. Bundespräsident Johannes Rau will sich zum Jahrestag mit einer Fernsehansprache an die Bürger wenden. Innenminister Otto Schily (SPD) hat für den Jahrestag des Mauerbaus Trauerbeflaggung für die Dienstgebäude der obersten Bundesbehörden angeordnet. Die Bundesländer können dem folgen.

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