Sonst droht Explosion der Rentenbeiträge
EU-Vorschlag fordert Erhöhung des Rentenalters

Reuters BRÜSSEL. Der wirtschaftspolitische Ausschuss der EU hat sich nach Angaben aus EU-Kreisen für eine Erhöhung des Renteneintrittsalters ausgesprochen, um damit in den kommenden 30 Jahren einer Explosion der Rentenbeiträge vorzubeugen. In den Kreisen hieß es, der Ausschuss, der sich aus Vertretern der Finanzministerien und der Zentralbanken zusammensetzt, plädiere in einem Bericht an die EU- Finanzminister dafür, das Renteneintrittsalter heraufzusetzen. Das Schaffen neuer Arbeitsplätze reiche allein nicht aus, um das Rentenproblem zu lösen. Die EU-Finanzminister wollten bei ihrem Treffen Anfang kommender Woche über den Bericht beraten.

Das gesetzliche Renteneintrittsalter in der Europäischen Union (EU) müsse erhöht und gleichzeitig müsse sicher gestellt werden, dass der tatsächliche Renteneintritt sich der vorgeschriebenen Altersgrenze annähere, hieß es in den EU-Kreisen weiter. Zudem müsse dafür gesorgt werden, dass auch mehr Frauen arbeiteten, um Rentenbeiträge zu leisten. Komme es nicht zu Reformen, könnten die Kosten für die Rentensysteme in den kommenden 30 Jahren dramatisch ansteigen. Im schlimmsten Fall könnten die zusätzlichen Kosten in einigen Ländern wie etwa Spanien bei unveränderten Rentensystemen bis 2030 acht Prozent des Bruttoinlandsprodukts entsprechen.

In den Kreisen hieß es weiter, selbst wenn in der EU mehr Arbeitsplätze geschaffen werden könnten, bleibe die Finanzierung der Rentensysteme problematisch. Teil des Problems sei, dass Arbeitnehmer in vielen Ländern vor dem Erreichen einer Altersgrenze von 65 Jahren in Rente gingen.



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