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Sony BMG sieht Anfechtung der Fusion gelassen entgegen

Das frisch fusionierte Musikunternehmen Sony BMG Music Entertainment (New York) sieht einer Klage des Verbandes unabhängiger Plattenfirmen (Impala) gelassen entgegen.

dpa-afx NEW YORK/BRÜSSEL. Das frisch fusionierte Musikunternehmen Sony BMG Music Entertainment (New York) sieht einer Klage des Verbandes unabhängiger Plattenfirmen (Impala) gelassen entgegen. Der Zustimmung der Europäischen Kommission sei eine gründliche, sechsmonatige Untersuchung vorausgegangen, teilte Sony BMG am Donnerstag auf Anfrage mit. "Wir sind zuversichtlich, dass das Gericht die Entscheidung bestätigen wird", heißt es in der Stellungnahme.

Impala, Zusammenschluss von mehr als 2 500 Plattenfirmen mit einem Anteil von fast 20 Prozent am Weltmarkt, hatte am Vortag angekündigt, die positive Entscheidung der EU-Kommission zu der Großfusion auf dem Plattenmarkt anfechten zu wollen. Die unabhängigen Plattenfirmen sehen die Balance auf dem Weltmarkt für bespielte Tonträger durch den Konzentrationsprozess gefährdet. Die vier großen Unternehmen Universal, Warner Music , EMI Group und Sony BMG teilen sich rund drei Viertel des Weltmarktes.

Die EU-Kommission hatte im Juli nach einer vertieften Prüfung grünes Licht für die Fusion von Sony BMG gegeben. Es hätten keine Beweise für Preisabsprachen der großen Musikunternehmen gefunden werden können, hieß es zur Begründung. Die Kommission hatte bereits damals angekündigt, den Konzentrationsprozess in der Musikindustrie weiter scharf beobachten zu wollen.

In Erwartung eines teuren und langwierigen Anfechtungsverfahrens haben die Impala-Mitglieder nach Auskunft des Zusammenschlusses einen Fonds gegründet, in dem die notwendigen Finanzen bereit gestellt werden sollen. Der Fonds sei für interessierte Gruppierungen geöffnet worden, die mit ihrer Einzahlung ihre Unterstützung des Anliegens dokumentieren könnten.

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