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Sony dementiert Gewinnwarnung - Aktie unter Druck

Der japanische Elektronikkonzern Sony Corp. hat Berichte über eine Gewinnwarnung zurückgewiesen. Entsprechende Äußerungen von Finanzvorstand Katsumi Ihara in einem Interview mit der Zeitung "Nikkei Financial Daily" seien vom Japanischen ins Englische falsch übersetzt worden, sagte ein Sprecher der Sony Corp am Freitag in Tokio. "Es gibt keine Revision der bestehenden Prognosen".

dpa-afx TOKIO. Der japanische Elektronikkonzern Sony Corp. hat Berichte über eine Gewinnwarnung zurückgewiesen. Entsprechende Äußerungen von Finanzvorstand Katsumi Ihara in einem Interview mit der Zeitung "Nikkei Financial Daily" seien vom Japanischen ins Englische falsch übersetzt worden, sagte ein Sprecher der Sony Corp am Freitag in Tokio. "Es gibt keine Revision der bestehenden Prognosen".

An der Frankfurter Börse rutschte die Sony-Aktie nach Bekanntwerden des Berichts bis auf 28,50 ? ab, nachdem sie bei 29,08 ? gestartet war, und drückte auch etwas auf die Stimmung im DAX. Nach dem Dementi erholte sich der Kurs wieder etwas. In Tokio war der Sony-Titel zuvor bei 3 820 Yen aus dem Handel gegangen.

'Auswirkungen Noch Nicht Absehbar'

Die Zeitung zitierte Ihara mit der Aussage, die Umsätze bei Elektronik-Komponenten seien hinter den Erwartungen geblieben. Dies könne sich auch auf die Konzern-Ergebnisse niederschlagen. Nach Angaben des Sony-Sprechers gebe es zwar eine Verlangsamung beim Wachstum dieser Sparte. Es könne aber noch nicht gesagt werden, wie sich dies auf den Konzern auswirken dürfte.

Als "falsch" bezeichnete der Sprecher ein weiteres Zitat des Finanzvorstands, wonach sich TV- und Audio-Equipment "desaströs" entwickelten. Dies habe Ihara nicht so gesagt, sagte der Sprecher. Ihara habe nach seinem Amtsantritt im Juni dieses Jahres alle Unternehmensbereiche unter die Lupe genommen und nun festgestellt, dass er ursprünglich von einer höheren Profitabilität ausgegangen war als sie sich nun in einigen Bereichen zeige. Ihara war vor seinem Wechsel in den Konzernvorstand Präsident von Sony Ericsson Mobile Communications, und ist nun neben den Finanzen auch für die Konzerntrategie der Sony Corp verantwortlich.

TV-Sparte IN Q3 Wieder MIT Gewinnen

In dem Zeitungsinterview kündigte der Finanzvorstand zudem an, dass die TV-Sparte dank des Trends zu Flachbildschirmen im kommenden Quartal wieder schwarze Zahlen schreiben werde. Dabei sollte Sony vor allem vom Weihnachtsgeschäft profitieren. Der Verkauf von Camcordern verlaufe den Erwartungen entsprechend. Die Sugoroku-DVD-Geräte hätten von den Olympischen Spielen profitiert. Zugleich wolle der Konzern bis Jahresende einige neue Produkte auf den Markt bringen.

Die Ziele für das Gesamtjahr hätten weiterhin Gültigkeit, sagte der Sprecher. Danach soll im Geschäftsjahr 2004/2005 (Ende März) trotz des unsicheren Geschäftsumfelds der Umsatzes um 1 % auf 7,55 Billionen Yen steigen. Der operative Gewinn wird um 62 % höher bei 160 Mrd. Yen erwartet. Der Überschuss soll um 13 % auf 100 Mrd. Yen zulegen.

Für das erste Quartal (Ende Juni) hatte Sony einen Rückgang beim operativen Ergebnis von 41,4 % auf 9,8 Mrd. Yen (73 Mio Euro) gemeldet. Der Umsatz legte nur leicht von 0,5 % auf 1,62 Billionen Yen zu. Der Überschuss kletterte hingegen nicht zuletzt wegen des Gewinnbeitrags des Mobilfunk-Joint-Ventures Sony Ericsson deutlich von 1,1 auf 23,3 Mrd. Yen.

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