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Sony-Deutschland-Chef will Produktangebot um ein Drittel kürzen

Köln (dpa) - Nach einem Rekordverlust von 50 Millionen Euro und einem geplanten umfangreichen Stellenabbau will Sony-Deutschland- Chef Wolfdieter Griess auch die angebotene Produktpalette massiv kürzen.

Köln (dpa) - Nach einem Rekordverlust von 50 Millionen Euro und einem geplanten umfangreichen Stellenabbau will Sony-Deutschland - Chef Wolfdieter Griess auch die angebotene Produktpalette massiv kürzen.

«Wir führen rund 3000 Produkte und davon generieren viele nicht genug Geld - rund ein Drittel sollte man abbauen», sagte Griess in einem dpa-Gespräch in Köln. Gleichzeitig betonte Griess, dieser Vorgang müsse behutsam vorgenommen werden, da «der Handel das volle Sortiment an Elektronikgeräten aus einer Hand will».

Deutschland sei in Europa für Produkte der Elektronikbranche «immer noch der größte Markt». «Wir werden uns wieder stärker auf den Endkunden focussieren, das haben wir ein Stück weit aus den Augen verloren», sagte der Sony-Deutschland-Chef.

Außerdem kündigte Griess höhere Preismargen für einige Sony - Innovationen an. «Viele unserer Geräte sind zu günstig. Das Haus muss auf Umsatz verzichten, wenn wir keinen Profit damit machen», sagte Griess. Künftig sollen zudem verschiedene Bereiche in Deutschland enger verzahnt werden. «Wir haben ein qualitatives Problem: Marketing und Vertrieb müssen enger zusammenarbeiten», sagte Griess.

Sony Deutschland ist demnach außer durch «hausgemachte Probleme» auch durch die «rückläufige Marktentwicklung, die Kaufzurückhaltung sowie den Preisverfall» in Schieflage geraten. «Die Anschaffungsneigung steigt aus dem Tal der Tränen wieder hoch, ist aber weiterhin negativ.» Das Unternehmen will bis Ende März die Zahl der Mitarbeiter um 160 auf dann 560 reduzieren.

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