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Sony und BMG zuversichtlich für Fusion

Gütersloh/Brüssel (dpa) - Die Musikkonzerne Sony und Bertelsmann Music Group (BMG) haben sich zum Ende einer zweitägigen Anhörung bei der EU-Kommission in Brüssel zuversichtlich hinsichtlich ihrer Fusionspläne geäußert.

Gütersloh/Brüssel (dpa) - Die Musikkonzerne Sony und Bertelsmann Music Group (BMG) haben sich zum Ende einer zweitägigen Anhörung bei der EU-Kommission in Brüssel zuversichtlich hinsichtlich ihrer Fusionspläne geäußert.

Es habe eine konstruktive Diskussion gegeben. «Bertelsmann und Sony blicken auf zwei produktive Tage zurück», teilte Bertelsmann in Gütersloh mit. «Bertelsmann und Sony sind zuversichtlich, dass ihre Präsentationen zum wirtschaftlichen Umfeld der Musikindustrie und zum Kulturprodukt Musik verstanden wurden», heißt es. Die EU wird eine Entscheidung über den Ausgang ihres Prüfverfahrens bis zum 22. Juli fällen.

Die Kommission hatte in ihrem so genannten «Statement of Objections» zuvor auf 60 Seiten Einwände gegen die geplante Fusion erhoben. Vor allem die Preispolitik in der weltweit derzeit von fünf Konzernen und nach einer möglichen Fusion nur noch von vier Konzernen dominierten Musikbranche fand die Kritik der Wettbewerbshüter.

Die Gefahr stillschweigender Preisabsprachen steige. Die fünf Konzerne Universal Music, Sony, EMI, Warner und BMG beherrschen derzeit rund 80 Prozent des auf ein Volumen von 32 Milliarden US-Dollar geschätzten Weltmarktes mit bespielten Tonträgern.

Die Anhörung ergänzte die schriftliche Stellungnahme der Unternehmen auf diese Einwände. Das gemeinsame Unternehmen Sony BMG, das weltweit knapp hinter Marktführer Universal auf Rang zwei rangieren würde, will mit dem 50:50 Joint Venture rund 600 Millionen Euro jährlich sparen. Beide Konzerne haben ihre Strukturen bereits in Teilen angeglichen.

Sie begründen ihre Pläne für den Zusammenschluss mit nachhaltigen Veränderungen in der Tonträgerbranche. «Das Gemeinschaftsunternehmen wird substanziellere Investitionen in die Kreation von Musik erlauben als andernfalls möglich wären und auf diese Weise die kulturelle Vielfalt in Europa bewahren und fördern», hieß es. In einem sich rasch wandelnden Marktumfeld seien am Ende die Musikkonsumenten Nutznießer des Joint Ventures. Bei Sony BMG wären Künstler wie Britney Spears, Dido, Shakira und David Bowie unter einem Dach vereint.

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