Sorge nach Rauswurf aus dem Dax
Epcos rechnet nach Krise wieder mit Wachstum

Nach der schwersten Branchenkrise der Geschichte rechnet der Elektronikkonzern Epcos mit deutlichen Wachstumsraten in den kommenden Jahren.

HB/dpa MÜNCHEN. Der Motor dieser Entwicklung werde die Automobil-Elektronik sein, sagte Epcos-Chef Gerhard Pegam in der Hauptversammlung am Mittwoch in München. "Wir erwarten in dieser Branche in den kommenden Jahren die höchsten Wachstumsraten in unserem Markt." Wegen des ersten Jahresverlusts in der Epcos - Geschichte im Geschäftsjahr 2001/02 (30. September) kritisierten Aktionäre den Vorstand und forderten weitere Einsparungen.

Besorgt äußerten sich die Aktionäre über den Rauswurf von Epcos aus dem Deutschen Aktienindex Dax und den Wechsel in den neuen Technologieindex TecDax. Epcos müsse sich anstrengen, um die Investoren auch nach dem Segmentwechsel für sich zu interessieren, sagte Willi Bender von der Schutzgemeinschaft der Kleinaktionäre (SdK).

Für die weitere Entwicklung des Unternehmens zeigte sich Pegam zuversichtlich. "Die Restrukturierung ist bei uns wesentlich weiter vorangeschritten als bei den meisten Konkurrenten." Im laufenden Geschäftsjahr werde Epcos wieder schwarze Zahlen schreiben, bekräftigte er vor rund 900 Aktionären. Bereits im ersten Quartal hatte der Siemens-Ableger die Börse mit der Rückkehr in die schwarzen Zahlen überrascht. Bei einem Umsatz von rund 330 Mill. Euro verbuchte Epcos vor Zinsen und Steuern drei Mill. Euro Gewinn.

Das größte Wachstumsgebiet für Epcos bleibt Asien. "Die Verlagerung nach Fernost ist für uns die größte Herausforderung der nächsten fünf Jahre", sagte Pegam. Auch die Verlagerung von Arbeitsplätzen nach Asien werde vorangetrieben. Die Personalkosten des Konzerns sollen dadurch weiter gesenkt werden.

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