Sorge um Haas-Vater
Flitterwochen für Costa

Dem besten Tennis-Match seiner Karriere soll bald der schönste Tag seines Lebens folgen - und danach gönnt sich French-Open-Sieger Albert Costa eine Flitterwoche.

dpa PARIS. Verlierer Juan Carlos Ferrero wechselt vom Sand auf Rasen und will auch wieder in Wimbledon starten. Die Finalisten von Paris nehmen vor ihrem nächsten Tennis-Job eine Auszeit, aber nur Costa kann mal richtig abschalten.

"Ich werde nicht in Wimbledon spielen, ich heirate", verkündete der von diesem Montag an in der ATP-Jahreswertung am besten platzierte spanische Tennisprofi. Durch seinen ersten Triumph bei einem Grand-Slam-Turnier wird sich Costa im Champions Race um zwölf Positionen verbessern und den Amerikaner Andre Agassi von Platz zwei verdrängen.

"Ich habe heute sicher das beste Match meines Lebens gemacht", meinte Costa. "Unglaublich. Eigentlich kann ich noch gar nicht begreifen, dass ich Roland Garros gewonnen habe. Das wird bestimmt noch drei, vier Tage dauern." Dann werden auch seine Arme nicht mehr wehtun. Nein, nein, vom zweieinhalbstündigen Duell mit seinem Freund Juan Carlos Ferrero kommen die Schmerzen nicht. "Ich musste so viele Hände schütteln, meine Freundin und meine lieben Töchter umarmen, immer wieder Irgendjemanden hoch heben", verriet der neue Sandplatz-König von Frankreich.

Der 26 Jahre alte Spanier wird nach der Hochzeit mit Cristina am kommenden Freitag für ein paar Tage in den siebten Himmel entschweben; sein Daviscup-Kollege Ferrero will sich dagegen den irdischen Dingen widmen. "Ich werde erst ein wenig entspannen, dann gleich mit dem Rasentraining beginnen. Nach Wimbledon gehe ich auf jeden Fall", meinte der 22-Jährige, "ich weiß nur noch nicht, ob ich noch ein Vorbereitungsturnier spiele."

Die Enttäuschung über seinen finalen Blackout bei den "Spanish Open" - drei Spanier und der lange Jahre in Valencia trainierende Russe Marat Safin waren im Halbfinale unter sich - stand dem langen Blonden noch ins Gesicht geschrieben. Ferrero war fix und fertig - und so sah er auch aus. "Mann, war ich schlecht. Das hätte nicht passieren dürfen." Er habe alles versucht, aber zu viele Fehler gemacht. "Erst habe ich das Selbstvertrauen, dann den Mut und am Ende das Match verloren."

Das hatte Thomas Haas schon eine Woche zuvor, im Achtelfinale gegen den Rumänen Andrei Pavel. Wegen einer chronischen Entzündung in der rechten Schulter sagte er das Rasenturnier im ostwestfälischen Halle ab und reiste in seine Wahl-Heimat nach Florida. Dort verunglückten am Wochenende seine Eltern bei einem Mottorradausflug. Während seine Mutter Brigitte auf dem Wege der Besserung sein soll, ist der Zustand von Peter Haas laut "Hamburger Abendblatt" kritisch.

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