Sorge um Wettbewerb bei Rum
US-Kartellamt gegen Seagram-Übernahme

Die US-Kartellbehörde hat den Kauf des Spirituosen-Konzerns Seagrams Wine and Spirits durch die britische Firma Diageo und das französische Unternehmen Pernod-Ricard abgelehnt.

dpa WASHINGTON. Durch die Seagram-Übernahme für 8,15 Milliarden Dollar (9,14 Mrd Euro/17,87 Mrd DM) werde eine Einschränkung des Wettbewerbs besonders bei Rum befürchtet, teilte die Federal Trade Commission (FTC) am Dienstagabend in Washington mit. Beide Konzerne wollen mit der FTC weiter verhandeln. Seagram Wine and Spirits ist eine Tochter von Vivendi Universal.

Eine weitere Übernahme - der Kauf der Firma Pillsbury, einer Diageo-Tochter, durch General Mills - kann dagegen trotz Bedenken der Kartell-Wächter erfolgen. In diesem Fall zeigten sich die Wettbewerbshüter mit jeweils zwei gegen zwei Stimmen unentschlossen, ob sie das Geschäft zulassen oder mit ihrem Veto blockieren sollten. Dies bedeutet nach Angaben der beiden Befürworter Orson Swindle und Thomas B. Leary, dass die «bedeutende Transaktion» über die Bühne gehen kann. Sie räumten ein, dass in verschiedenen Bereichen, vor allem bei Backwaren, eine Marktbeherrschung drohe. Konzessionen des Käufers hätten das Risiko jedoch ausreichend verringert.

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