Sorge vor Angriffen
UN ziehen ausländisches Hilfs-Personal aus Afghanistan ab

dpa ISLAMABAD. Die Vereinten Nationen haben am Dienstag ihr ausländisches Hilfspersonal vollständig aus dem Bürgerkriegsland Afghanistan abgezogen. Die Maßnahme war vom New Yorker UN - Hauptquartier aus Sorge vor eventuellen Angriffen gegen die UN - Mitarbeiter angeordnet worden, weil der Weltsicherheitsrat gegenwärtig über eine Verschärfung der Wirtschaftssanktionen gegen das radikalislamische Taliban-Regime in Kabul berät.

Die Sanktionen waren 1998 auf Antrag der USA verhängt worden, weil sich die Taliban geweigert hatten, den in Afghanistan lebenden mutmaßlichen internationalen Terroristenchef Osama bin Laden auszuliefern. Washington und Moskau, das bin Laden der Unterstützung der Tschetschenien-Rebellen beschuldigt, verlangen jetzt eine Verschärfung der Sanktionen. 1998 war nach Verhängung des UN-Embargos ein hoher UN-Mitarbeiter in Kabul von einer aufgebrachten Menschenmenge getötet worden.

Regierungsunabhängige Organisationen haben gegen eine Verschärfung der UN-Sanktionen protestiert. Sie würden die dramatische Lage der rund fünf Mill. unter einer schweren Dürre- und Hungerkatastrophe leidenden Afghanen weiter erschweren. Eine UN-Sprecherin in Islamabad sagte, der Abzug der ausländischen UN-Helfer sei nur "vorübergehend". Einheimische Mitarbeiter würden ihre Aufgaben mit übernehmen.

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